Keine Beschlüsse absehbar
Griechenland steht bei EU-Gipfel nicht auf dem Plan

Die Gläubigertroika musste ihre Visite in Griechenland verschieben. Damit werden wohl auch auf dem kommenden EU-Gipfel keine Beschlüsse über die Sparauflagen getroffen, deutete Regierungssprecher Steffen Seibert an.
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BerlinBeim EU-Gipfel Ende dieser Woche sind nach Angaben der Bundesregierung keine Entscheidungen über das Reformprogramm für das mit Milliardenhilfen gestützte Griechenland absehbar. "Erwarten sie keine Beschlüsse zu Griechenland", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums ergänzte, ohne einen neuen Prüfbericht der Experten der sogenannten Troika aus EU-Kommission, EZB und IWF über den Stand der Umsetzung des Programms könne nichts entschieden werden. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten kommen am Donnerstag und Freitag zu einem Gipfeltreffen zusammen.

Beide Sprecher betonten, zunächst müsse die Troika nach Athen reisen und dann dem Rat der EU-Finanzminister und der IWF-Spitze Bericht erstatten. Die neue griechische Regierung will die Auflagen abmildern, die das Land im Gegenzug für ein zweites Hilfsprogramm im Umfang von 130 Milliarden Euro einhalten muss und zudem mehr Zeit für die Umsetzung der Reformen bekommen.

Ursprünglich wollte die Troika bereits diese Woche nach Athen reisen. Die Reise wurde wegen einer Augenoperation des neuen Ministerpräsidenten Antonis Samaras und wegen eines Krankenhausaufenthalts des designierten Finanzministers Vassilis Rapanos auf Anfang Juli verschoben.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Keine Beschlüsse absehbar: Griechenland steht bei EU-Gipfel nicht auf dem Plan"

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  • Jetzt geben sich Merkel und Schäuble hart gegenüber Griechenland, aber sobald der Bundestag den ESM-Vertrag abgenickt hat, fliegt wieder unser Geldhubschrauber gen Süden!
    Zum Kotzen: Die Regierung, die Opposition -
    und leider auch unser Schlafmützenvolk!

  • Merkel debatiert und verpflichtet den deutschen Steuerzahler während Griechenland mal eben 70,000 neue Mitarbeiter im öffentlichen Dienst durch die Hintertür anstellt um die Geldgeber-Länder zu hintergehen. Ein offener Bruch der Abmachungen mit Griechenland.

    Es reicht! Wir sind das Steuervolk!

    http://www.shortnews.de/id/967945/Griechenland-Versto%C3%9Fe-gegen-Sparkurs

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