Keine Gegenstimme
IWF-Milliarden auf dem Weg nach Argentinien

Das Dirketorium des Währungsfonds hat am Montag den Weg für eine neue Finanzspritze für das hoch verschuldete südamerikansiche Land frei gemacht.

HB WASHINGTON. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Kreisen der Finanzinstitution zufolge am Montag eine Kredittranche über 3,1 Mrd. Dollar für das hoch verschuldete Argentinien frei gegeben. Die Voraussetzung dafür hatte Argentinien am 10. März in letzter Minute mit der Rückzahlung eines IWF-Kredits über 3,15 Mrd. Dollar geschaffen.

Die 24 Mitglieder des Direktoriums (Board) hätten die Auszahlung einstimmig genehmigt, hieß es in den Kreisen. Bei früheren Überprüfungen des zwischen dem lateinamerikanischem Land und dem Fonds vereinbarten Wirtschaftsprogramms hätten sich dagegen jeweils acht Direktoren der Stimme enthalten. Sie protestierten damit gegen mangelnde Fortschritte bei der Umstrukturierung der argentinischen Schulden. Diese waren auch Streitpunkt bei den Verhandlungen über die nun genehmigte Tranche. Argentinien will den privaten Inhabern seit Januar 2002 säumiger Staatsanleihen nur 25 Cent pro Dollar zurückzahlen. Die Gläubiger fordern dagegen mindestens 65 Cent.

Der IWF und die Regierung in Buenos Aires hatten ein Kreditprogramm über insgesamt 13,3 Mrd. Dollar vereinbart. Daraus zahlt der Fonds entsprechend der Fortschritte Argentiniens bei den gemeinsam beschlossenen Wirtschaftsreformen einzelne Tranchen aus.

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