"Keine Macht des Feindes wird Iraks Fortschritt aufhalten"
Die Bush-Rede in Auszügen

Wir dokumentieren Auszüge der Rede von US-Präsident George W. Bush.

HB WASHINGTON. In seiner Irak-Rede am Montagabend (Ortszeit) im Bundesstaat Pennsylvania sagte US-Präsident George W. Bush unter anderem:

„Die Aktionen unserer Feinde in den vergangenen Wochen waren brutal, kalkulierend und lehrreich. (...) Der Irak ist jetzt die Hauptfront im Krieg gegen den Terrorismus. (...) Die Rückkehr der Tyrannei in den Irak wäre ein bisher einmaliger Sieg für die Terroristen und ein Grund für Mörder sich zu freuen. Sie würde auch Terroristen noch kühner machen, was zu mehr Bombenanschlägen, mehr Enthauptungen und mehr Morden an Unschuldigen in der zivilisierten Welt führen würde. (...)

Der Irak steht an einem kritischen Punkt. Während das irakische Volk der Selbstregierung näher kommt, werden die Terroristen wahrscheinlich aktiver und brutaler werden. Es liegen schwierige Tage vor uns, und der Weg vorwärts mag manchmal chaotisch erscheinen. (...) Aber unsere Koalition ist stark, unsere Bemühungen sind konzentriert und hartnäckig, und keine Macht des Feindes wird den Fortschritt im Irak aufhalten. (...)

Es gibt fünf Schritte in unserem Plan, dem Irak dabei zu helfen, Demokratie und Freiheit zu erreichen. Wir werden die Macht an eine souveräne irakische Regierung abgeben, bei der Schaffung von Sicherheit helfen, den Wiederaufbau der irakischen Infrastruktur fortsetzen, zu größerer internationaler Unterstützung ermutigen und uns in Richtung nationaler Wahlen bewegen, aus denen neue Führungspersönlichkeiten hervorgehen, die ihr Mandat vom irakischen Volk erhalten haben.

Der erste Schritt wird nächsten Monat erfolgen, wenn unsere Koalition die volle Souveränität an eine Regierung von irakischen Bürgern übergibt. (...) Am 30. Juni wird die Zivilverwaltung aufhören zu existieren. (...) Die Besatzung wird enden. (...) Der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Lakhdar Brahimi, beabsichtigt, noch in dieser Woche die Namen der Mitglieder der Übergangsregierung vorzulegen. (...) Diese neue Regierung wird volle Souveränität ausüben, bis Parlamentswahlen abgehalten werden. (...)

Die Machtübergabe am 30. Juni ist eine Kernverpflichtung in unserer Strategie. Die Iraker sind stolze Menschen, die ausländische Kontrolle ablehnen, genauso wie wir es auch täten. (...) Indem wir unser Versprechen bezüglich des 30. Juni halten, zeigen wir, dass die Koalition kein Interesse an einer Besatzung hat. (...)

Unsere terroristischen Feinde haben eine Vision, die ihre verschiedenen Mordaktionen leiten und erklären. Sie versuchen, quer durch die Nahost-Region einem Land nach dem andern eine den Taliban ähnliche Herrschaft aufzuzwingen. (...) Unsere Aktionen sind auch von einer Vision geleitet. Wir glauben, dass Freiheit das Leben im Nahen Osten verbessern und ändern kann. (...) Diese beiden Visionen (...) prallten in Afghanistan aufeinander. (...) Diese beiden Visionen sind jetzt im Irak aufeinander gestoßen und liegen im Wettbewerb um die Zukunft des Landes. Das Versagen der Freiheit würde nur den Beginn von Unheil und Gewalt bedeuten. Aber (...) wir werden nicht versagen.“

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