Klimaschutz
Deutsche wollen Russland beim Energiesparen helfen

Russland entdeckt den Umweltschutz. Mit einer neuen Strategie will der Kreml Ressourcen schonen und das Kima retten. Deutsche Unternehmen sollen den Russen dabei helfen. Mit Rückendeckung des Bundesumweltministers Gabriel.

MOSKAU. Die russische Regierung wolle strikte gesetzliche Regelungen zum Schutz von Luft und Wasser schaffen, sagte Umweltminister Juri P. Trutnjew gestern bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel in Moskau. Man werde bereits im Oktober ein System präsentieren, um Unternehmen, die Naturressourcen verbrauchen, mit Abgaben belegen zu können, kündigte Trutnjew an.

Der Minister konkretisierte damit erstmals eine Ankündigung von Präsident Dmitrij Medwedjew aus der vergangenen Woche. Für deutsche Unternehmen ergeben sich daraus vielversprechende Chancen.

Kreml-Chef Medwedjew hatte erklärt, die Themen Umweltschutz und Energieeffizienz in den Mittelpunkt der Regierungsarbeit rücken zu wollen. Bislang ist es um beide Bereiche in Russland sehr schlecht bestellt. Pro Einheit erzielter Wirtschaftsleistung setzt Russland zwei- bis dreimal mehr Energie ein als Deutschland. 40 Millionen der insgesamt 142 Millionen Russen sind nach Einschätzung von Naturschutzverbänden direkt von Umweltschäden betroffen - etwa durch schlechtes Trinkwasser oder die starke Luftverschmutzung.

Umweltminister Trutnjew sagte, die Abgaben für die Inanspruchnahme natürlicher Ressourcen sollten die Industrie davon überzeugen, dass es sinnvoller ist, neue und effiziente Technologien einzusetzen, statt die Umwelt zu verschmutzen. In den kommenden Jahren werde man ein System strenger Standards etablieren. Dabei will man auf deutsche Erfahrungen zurückgreifen. Bereits im Juli soll es einen Workshop mit deutschen Experten zum Thema Anlagensicherheit geben.

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