Klimaschutz
Schwellenländer um China pochen auf US-Zusagen

100 Milliarden Dollar wollen die Industrienationen ab 2020 jährlich zahlen, um den ärmeren Länder im Kampf gegen den Klimawandel zu helfen. Donald Trump will aber nicht zahlen, die Schwellenländern pochen auf die Zusage.
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PekingEine Gruppe der großen Schwellenländer rund um China mahnt die Industrienationen zur Umsetzung der im Pariser Weltklimavertrag vereinbarten Zusagen. China, Indien, Brasilien und Südafrika verlangten am Dienstag bei einem Treffen in Peking, die reichen Länder müssten ihre Versprechen zur Unterstützung der ärmeren Staaten im Kampf gegen den Klimawandel einlösen. Vereinbart ist eine Summe von 100 Milliarden Dollar, die ab 2020 jährlich zur Verfügung steht. Aufgebracht werden soll sie über privat finanzierte Projekte, aber auch durch staatliche Hilfen.

Einer der Hauptzahler sollten die USA sein. US-Präsident Donald Trump bezweifelt jedoch den Klimawandel und will Zahlungen stoppen.

Südafrikas Vize-Umweltministerin Barbara Thompson nannte die US-Politik ein Grund zu großer Sorge. Die Position der neuen Regierung sei unklar, offenbar gebe es in ihr unterschiedliche Strömungen. Chinas Vertreter Xie Zhenhua erklärte, man wolle aber weiter und enger mit den USA zusammenarbeiten. Sein Land könne seine selbst gesetzten Klimaziele für 2020 sogar übertreffen. China will bis dann seinen Kohlenstoff um 40 bis 45 Prozent effizienter als 2005 einsetzen. Zudem hat das Land zugesagt, zu versuchen, noch vor 2030 den Höhepunkt seines Treibhausgas-Ausstoßes zu erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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