Kommentar
Die zornigen Kinder der Revolution

Nach der Arabellion in Ägypten und Libyen brechen über lange Zeit verdeckte Konflikte auf. Nun kämpfen die Revolutionäre gegeneinander. Und die Demokratie lässt auf sich warten.

Wie geht es dem arabischen Frühling? Der Jahreszeit gemäß: herbstlich. Am Sonntag und Montag starben 26 Menschen in Kairo im Gewehrfeuer oder unter den Rädern der Militärfahrzeuge. Die meisten Opfer waren Christen. Die uralten Spannungen zwischen Kopten und Muslimen hatten sich in der blutigsten Straßenschlacht seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak im Februar entladen.

Der Konflikt war jahrzehntelang von der Diktatur unterdrückt worden; jetzt kam, was kommen musste. Die Islamisten wollen zeigen, wer Herr im künftigen Hause ist; die Kopten, dass sie nicht wehrlos sind. Aber sie sind es - eine winzige Minderheit von zehn Prozent.

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