Premium Kommentar zu Katalonien Wehret den Anfängen!

Im spanischen Konflikt geht es um mehr als nur um die Unabhängigkeit Kataloniens. Es geht um die Frage, ob der Nationalismus sich in Europa durchsetzt. Das Streben nach Abgrenzung ist der neue Zeitgeist. Ein Kommentar.
Katalonien ist überall: Schottland, Venetien, Sardinien, die Lombardei, Flandern, Südtirol, eines Tages vielleicht sogar Bayern streben nach Abgrenzung. Quelle: AP
Barcelona

Katalonien ist überall: Schottland, Venetien, Sardinien, die Lombardei, Flandern, Südtirol, eines Tages vielleicht sogar Bayern streben nach Abgrenzung.

(Foto: AP)

Wenn uns diese katalanische Krise eines deutlich vor Augen führt, dann das: Nationalstaaten sind fragile Gebilde. Sie schöpfen ihre Legitimität nicht allein aus Artikeln der Verfassung. Ihre langfristige Stabilität hängt vor allem davon ab, dass sich die Bürger, Gruppen und auch Minderheiten im Staatswesen repräsentiert sehen.

Diese Erkenntnisse sind nicht neu, aber sie sind wichtig, um nicht nur die spanische Verfassungskrise zu verstehen. Denn Katalonien ist überall: Schottland, Venetien, Sardinien, die Lombardei, Flandern, Südtirol, eines Tages vielleicht sogar Bayern – das Streben nach Abgrenzung ist der neuer Zeitgeist.

 

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