Kommissions-Bericht
2000 Islamisten aus der EU im Irak und Syrien

Informationen der EU-Kommission zufolge sind bereits 2000 Islamisten aus EU-Ländern in Syrien im Irak. Und einige von ihnen kehren danach wieder zurück. Die machen Verfassungsschützern am meisten Kopfzerbrechen.
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Brüssel/Paris/BerlinIm Irak und in Syrien sind nach Angaben der EU-Kommission inzwischen mehr als 2000 gewaltbereite Islamisten aus der Europäischen Union unterwegs. Es gebe keine spezifische Zahl für den Irak, weil etwa Kämpfer wie die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auch im Nachbarland Syrien aktiv seien, gab das Büro von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström am Mittwoch in Brüssel bekannt. Die früher im Irak sehr aktive Islamistenmiliz zog dann nach Syrien und ist jetzt in beiden Ländern eine Bedrohung. Sie verfolgt seit ihrem Vormarsch Gegner und Angehörige von Minderheiten brutal.

Nach Erkenntnissen der französischen Regierung gibt es derzeit allein knapp 900 Franzosen, die in den Kampfgebieten in Syrien und im Irak seien oder sich auf dem Weg in die Region befänden. Sie würden von der Terrormiliz angeworben und an alle Orte geführt, an denen diese in Kampfhandlungen verwickelt sei, sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch dem Radiosender France Info.

Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland nach Syrien ausreisen, ist in den vergangenen Monaten kontinuierlich gestiegen. Seit dem Ausbruch der Kämpfe in dem Bürgerkriegsland 2011 haben die deutschen Verfassungsschützer mehr als 400 Ausreisen nach Syrien gezählt. Etwa 100 der zuvor ausgereisten Islamisten sind nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden inzwischen wieder in Deutschland - und etwa 25 davon haben in Syrien Kampferfahrung gesammelt. Diese Rückkehrer machen den Verfassungsschützern am meisten Sorgen.

Auch der Irak ist ein Anlaufpunkt für Islamisten aus Deutschland. Einige reisen aus Syrien direkt dorthin weiter - ins nächste Kampfgebiet. Zahlen dazu liegen dem Verfassungsschutz nach eigenen Angaben nicht vor. Allerdings kamen in den vergangenen Wochen aus dem Irak mehrfach Meldungen über Selbstmordattentate deutscher Islamisten. Offizielle Bestätigungen dazu gibt es jedoch nicht.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Kommissions-Bericht: 2000 Islamisten aus der EU im Irak und Syrien "

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  • Ähm - wo genau in dem Artikel steht was von den Grünen? Und das die der Bundesregierung gar nicht mehr angehören, haben Sie schon mitbekommen, oder etwa nicht?

  • Und genau das dürfte nicht passieren, dass man sie wieder reinläßt
    Und wenn die deutschfeindlichen Grünen das ciht begreifen wollen, muß man sie mal zusammenfalten.
    Es muß Schluß sein mit der Vernichtung Deutschlands und Europas durch die Grünen, die jahrelang dem Islam gehuldigt haben und dies imemr noch tun

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