Konferenz in Berlin
Angela Merkel pocht auf Klimaschutz-Abkommen

In Berlin verhandeln 35 Staaten beim Petersberger Klimadialog. Angela Merkel lässt dabei die „Klimakanzlerin“ wieder etwas aufleben und forderte ein Abkommen nach Auslaufen des Kyoto-Protokolls.
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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) befürchtet, dass die Erderwärmung ohne stärkere Klimaschutzverpflichtungen um mehr als zwei Grad ansteigt. „Man muss zur Kenntnis nehmen, dass das, was jetzt auf dem Tisch liegt, nicht ausreicht“, sagte Merkel beim zweiten Petersberger Klimadialog in Berlin, an dem Vertreter von rund 35 Staaten teilnehmen.

Die Kanzlerin kritisierte, die freiwilligen CO2-Minderungsziele würden nicht ausreichen. Deutschland und die EU würden für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll eine einzige rechtsverbindliche Nachfolge-Vereinbarung anstreben. „Wir sind entschlossen, mutig voranzugehen.“

Mit dem zweitägigen Klimadialog soll der nächste UN-Klimagipfel Ende des Jahres im südafrikanischen Durban vorbereitet werden. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) nannte die Begrenzung des Klimawandels eine Menschheitsaufgabe. „Im Kern gibt es dafür nur eine globale Antwort, weil es eine globale Herausforderung ist.“ Der Minister sagte, ein großer Durchbruch sei in Durban nicht zu erwarten, es gehe nur „step by step“ voran. Es gehe letztlich um die Frage, wie das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll weltweit ausgedehnt werden könnte, womöglich unter anderem Namen und mit neuen Regeln.

Das Kyoto-Protokoll ist das bisher einzige Regelwerk mit verbindlichen CO2-Minderungszielen. Klimasünder wie die USA sind aber nicht einbezogen. Daher kommt einem umfassenderen Abkommen die entscheidende Rolle im Kampf gegen die Erderwärmung zu.

„Wir alleine können das Problem nicht lösen“, betonte Röttgen mit Blick darauf, dass die EU nur rund 15 Prozent der weltweiten Emissionen verursacht. Trotz aller anderen Probleme dürfe es beim Klimaschutz keine Pause geben, sagte Merkel. Die klimaschädlichen Emissionen würden sich weiter sehr besorgniserregend entwickeln. „Der Fortschritt ist bisher eher eine Schnecke“, sagte Merkel. Es müsse klarwerden, wie es nach dem Auslaufen des Kyoto-Protokolls weitergeht.

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  • „Der Fortschritt ist bisher eher eine Schnecke“, sagte Merkel.

    Sehr gute Selbsterkenntnis - hoffentlich weiß sie- dass man zunächst "vor der eigenen Haustür" zu kehren hat ?
    Wir haben eine hohe Staatsverschuldung und einen dicken progressiven Steuerbauch auch!
    Ja - es gibt wirklich viel zu tun im heimischen "Klimabereich". Warum also erst in die Ferne schweifen -
    um Probleme zu suchen, also sich erst zuhause bewähren, dann kann man anderen Staaten empfehlen- wie man alles besser machen soll.

  • Klimaschutz kann Merkel jeden Tag machen. Sie macht es aber nicht!

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