Kopftuch-Diskussion in der Türkei
Frau Gül bleibt zu Hause

Am Ende kam es zu der Lösung, die viele schon vermutet hatten: Bei der Militärparade der Türkei zum Gedenken an den Unabhängigkeitskrieg kam der neue Staatspräsidenten Abdullah Gül allein. Seine Gattin Hayrünnisa glänzte durch Abwesenheit. Damit ist die Kopftuch-Diskussion allerdings noch lange nicht ausgestanden.

HB ISTANBUL. Der türkische Generalstabschef Yasar Büyükanit, der vor der Wahl des neuen Staatspräsidenten Abdullah Gül vor „Zentren des Bösen“ warnte, hat am Donnerstag gemeinsam mit dem neuen Staatschef die Militärparade abgenommen. Güls Frau Hayrünnisa war bei der Zeremonie allerdings nicht anwesend. Sie trägt in der Öffentlichkeit stets ein Kopftuch, die Hijab, und hatte damit eine hitzige Debatte ausgelöst.

Bei Veranstaltungen der Streitkräfte ist das Tragen eines Kopftuches in der Türkei ebenso verboten wie in Schulen oder Universitäten. Die Streitkräfte, die sich als Verteidiger des laizistischen Erbe Atatürks sehen, hatten bereits im Vorfeld der Parade klar gemacht, dass sie auch...

 
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