Krankenhausaufenthalt
Pakistans Präsident fürchtete um sein Leben

Tagelang war er abgetaucht, üble Gerüchte verbreiteten sich. Nun ist Pakistans Präsident Asif Ali Zardari wieder aufgetaucht. Weil er sich zuhause nicht sicher fühlte, war er für eine Untersuchung nach Dubai geflogen.
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IslamabadDer pakistanische Präsident Asif Ali Zardari ist nach einer Woche aus dem amerikanischen Krankenhaus im Golfemirat Dubai entlassen worden. Wie die pakistanische Nachrichtenagentur APP unter Berufung auf Präsidentensprecher Farhatullah Babar weiter berichtete, will sich der Präsident zunächst weiter in Dubai in seiner Residenz aufhalten. In Pakistan hatte es Gerüchte über einen möglichen Rücktritt Zardaris gegeben, als dieser am 6. Dezember nach Dubai geflogen war.

Ministerpräsident Youzouf Raza Gilani sagte vor dem pakistanischen Senat, Zardari sei nach Dubai geflogen, weil er im Falle einer Einlieferung in ein Krankenhaus in Islamabad um sein Leben fürchtete. Zardari habe bereits zuvor seinen Vater nicht im Krankenhaus in Islamabad besucht, der sich dort bereits seit anderthalb Monaten zur Behandlung befinde, fügte Gilani hinzu. Zardari habe „Morddrohungen“ erhalten, erläuterte Gilani. Er wollte jedoch nicht näher ausführen, von wem die Drohungen ausgingen. Gilani sagte lediglich, die Sicherheitskräfte hätten in diesem Zusammenhang einige Verdächtige festgenommen.

Zardari stand in seiner Heimat zuletzt unter starkem Druck, nachdem der pakistanische Botschafter in den USA über eine Affäre gestolpert war, die in den pakistanischen Medien „Memo-Gate“ genannt wird. Der Diplomat Husain Haqqani, ein Vertrauter Zardaris, soll den US-Behörden nach der Tötung des El-Kaida-Führers Osama bin Laden im Mai ein Memo übergeben haben, in dem die zivile Regierung in Islamabad Washington um Hilfe bittet, um einen Militärputsch in Pakistan zu verhindern.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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