Kriegsverbrechen in Bosnien
Mladic soll nach Den Haag ausgeliefert werden

Der ehemalige Militärchef der bosnischen Serben will sich angeblich nicht schuldig bekennen, obwohl ihm tausendfacher Mord vorgeworfen wird. Die Uhr tickt: Nur mit Tricks kann Mladic seine Auslieferung noch verhindern.
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Belgrad

Das Gericht in Belgrad hat die Auslieferung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag beschlossen. Das sagte die Verteidigung am Freitag.

Ratko Mladic bekennt sich nach Angaben seines Sohnes zu den ihm vorgeworfenen Kriegsverbrechen nicht schuldig. Das sagte Darko Mladic am Freitag, nachdem er seinen Vater im Gefängnis besucht hatte. Gleichzeitig erklärte er, dass sein Vater nach zwei Schlaganfällen kaum noch sprechen könne.

Mladic sei zu krank, um an das UN-Tribunal in Den Haag ausgeliefert zu werden, sagte sein Sohn. "Wir sind nahezu sicher, dass er in einer solchen Verfassung nicht ausgeliefert werden kann", sagte Darko Mladic am Freitag. Mladics Familie habe den Festgenommenen sehen können, bevor dieser vor dem Ermittlungsrichter in Belgrad erschien. "Ihm geht es sehr schlecht. Sein rechter Arm ist halb gelähmt, seine rechte Seite teilweise taub."

Der mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher wurde am Freitag vor einem Belgrader Gericht erwartet, das über seine Auslieferung an den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag entscheiden wird. Eine erste Anhörung war am Donnerstagabend wegen Mladics angeblichem schlechtem Gesundheitszustand auf Forderung seiner Anwälte vertagt worden.

Eine Sprecherin des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag erklärte, dieses sei für alle gesundheitlichen Probleme Mladics ausgerüstet. Die für serbische Kriegsverbrecher zuständige Staatsanwaltschaft vermutet, dass Mladic durch ein Vorschieben gesundheitlicher Probleme seine Auslieferung nach Den Haag hinauszögern will. "Wichtig ist, dass seine Identität festgestellt wurde", sagte der stellvertretende Ankläger Bruno Vekaric.

"Es kommt jetzt auf seine Verteidigung an, ob diese Einsprüche einlegt. Aber die maximale Frist für eine Auslieferung ist eine Woche." Der meistgesuchte mutmaßliche Kriegsverbrecher Europas war am Donnerstag nach 16 Jahren auf der Flucht in Serbien festgenommen worden. Die Anhörung war für 12.00 Uhr anberaumt. Ob Mladic tatsächlich erschienen ist, war zunächst nicht bekannt.

Ein Vertreter des russischen Außenministerium erklärte, Moskau hoffe auf ein faires und unparteiisches Verfahren gegen Mladic. Dieses solle auch nicht die übrigen Aktivitäten des Tribunals in Den Haag hinauszögern, sagte der Abgesandte für Menschenrechte im Außenministerium, Konstantin Dolgow, russischen Nachrichtenagenturen. Russland hatte dem UN-Tribunal in der Vergangenheit immer wieder selektive Anklagen und Ineffizienz vorgeworfen.

Das bosnische Außenministers nannte die Festnahme Mladics einen wichtigen Schritt für die Versöhnung auf dem Balkan. Die Ergreifung des 69-jährigen Mladic stelle eine positive Entwicklung für Serbien dar, dass unter erheblichen Druck der internationalen Gemeinschaft gekommen war, Europas meistgesuchten mutmaßlichen Kriegsverbrecher zu fassen, sagte Außenminister Sven Alkalaj am Freitag.

Mladic, der Militärführer der bosnischen Serben im Bürgerkrieg in Bosnien-Herzegowina von 1992 bis 1995, soll sich wegen Völkermords vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag verantworten. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, die serbischen Einheiten beim Massaker von Srebrenica befehligt zu haben, bei dem im Juli 1995 mehr als 8.000 muslimische Männer und Jungen ermordet wurden.

Agentur
dapd 
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Kommentare zu " Kriegsverbrechen in Bosnien: Mladic soll nach Den Haag ausgeliefert werden"

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  • Da kann er dann wieder ein paar Slibowitz mit alten Freunden heben.


    Unter eurem Gebälk muß es lichteloh brennen, das muß man sich mal klar machen. Nach 16 Jahren fällt ihnen ein, da war doch was.
    All das wird euch Garnichts, aber auch Garnichts bringen, ganz im Gegenteil. Der getroffene Hund bellt und ihr seid getroffen. Auch wenn ihr es aufgrund eurer elenden Eitelkeit nie zugeben würdet.

    Und denkt nicht, der ist keine Gefahr, der schreibt ja ganz zivilisiert einfach nur ein paar Zeilen im Internet. Ich werde euch mein Leben lang bekämpfen, ohne vorgehaltene Hand, so sehr das ich glaube daß ihr mittlerweile wisst wovon ich schreibe. Sonst hättet ihr euch solch eine Blöße nach 16 Jahren nicht gegeben. Was Attas verursachten Kosten angeht kann ich mittlerweile locker mithalten. Selbsterständlich ist das für einen Dummmichel nicht nachvollziehbar. Man kann euch nur wünschen, daß es von meiner Sorte nicht all zu viele gibt, nur wünschen, mehr kann man dagegen nicht machen.

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