Krisenangst in Europa
Italien ist nicht Griechenland

PremiumNach dem „Nein“ beim Referendum kommen neue Untergangsszenarien für Italien und Europa auf – zu Unrecht. Der Rücktritt von Premier Renzi ist kein Grund zur Panik. Das Land kann und wird sich selbst helfen. Eine Analyse.

Griechenland I und II, Irland, Portugal, Spanien, Zypern und schließlich Griechenland III: Sieben Hilfskredite für fünf Mitgliedstaaten hat die Europäische Währungsunion seit 2010 bewilligt, und sie könnte noch viel mehr stemmen: Der Euro-Rettungsfonds ESM hat nur ein gutes Viertel seiner Mittel ausgegeben. Immerhin 373 Milliarden Euro sind noch übrig für weitere Darlehen.

Das ist eine stattliche Summe. Doch sie würde nicht annähernd ausreichen, um Italien aufzufangen. Die Staatsverschuldung des Landes – rund 2,16 Billionen Euro – übersteigt das Kreditpotenzial des Euro-Rettungsfonds fast um das Fünffache. Hinzu kommen die – ebenfalls milliardenschweren – Verbindlichkeiten des maroden italienischen Bankensektors.

Die Währungsunion konnte...

 
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