Libyen
„Wir werden die Hölle lostreten“

Die Ankündigung der Briten, Militärberater zur Unterstützung der Rebellen nach Misrata zu schicken, alarmiert Libyens Regime. Ein Sprecher drohte mit Volksbewaffnung. UN-Generalsekretär Ban ist besorgt.
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MisrataAngesichts der schweren Kämpfe in der libyschen Rebellen-Enklave Misrata hat UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon an Machthaber Muammar Gaddafi appelliert, dem Töten Einhalt zu gebieten. "Ich fordere die libysche Führung auf, das Kämpfen und das Töten von Menschen zu beenden", sagte Ban am Donnerstag in Moskau. Die seit sieben Wochen belagerte Stadt im Westen des nordafrikanischen Landes lag weiter im Feuer der Truppen Gaddafis. Die Regierung in Tripolis kündigte die Bewaffnung der gesamten Bevölkerung mit Gewehren und anderen leichten Waffen an, um sich gegen einen Einsatz westlicher Bodentruppen zu wappnen. Frankreich, Großbritannien und möglicherweise auch Italien wollen den Rebellen Militärexperten zur Seite stellen.

In Misrata wurden nach Angaben der Rebellen drei Aufständische getötet. Auch der britische Star-Fotograf Jim Hetherington und sein amerikanischer Kollege Chris Hondros kamen am Mittwoch durch Granatwerferbeschuss zu Tode. Gaddafis Truppen zeigten sich unbeeindruckt von westlichen Drohungen, den Militäreinsatz gegen sie auszuweiten. Nach Angaben der Rebellen machten auch Scharfschützen Jagd auf Zivilisten, was Gaddafis Regierung bestreitet. Seit Beginn der Kämpfe vor sieben Wochen wurden nach Angaben von Ärzten 365 Menschen, darunter mindestens 85 Zivilisten getötet. Verletzt wurden 4000 Personen.

In der seit sieben Wochen umkämpften drittgrößten Stadt des nordafrikanischen Landes werden mittlerweile Lebensmittel und Medikamente knapp. Auch an den Tankstellen bildeten sich lange Schlangen, zur Stromversorgung sind die Einwohner auf Generatoren angewiesen.

US-Außenministerin Hillary Clinton warf Gaddafis Truppen brutale Angriffe vor. Möglicherweise hätten sie auch Streubomben eingesetzt. Diese Munition wirft unzählige kleine Bomben und Granaten aus. Da diese häufig nicht explodieren, stellen die Blindgänger noch Jahre nach Ende der Kämpfe eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Der Einsatz von Streubomben ist weltweit geächtet, jedoch haben die USA ein entsprechendes Abkommen nicht unterzeichnet.

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  • Nur Blabla und nichts dahinter. Wahrscheinlich geht das Übel des Aufstandes auch noch gestärkt aus diesem Bürgerkrieg ähnlichen Zustand heraus. Dann noch die Stimmenthaltung unseres Super-Diplomaten, der die Diktaturen Russland und China bestätigt. Es hat einmal mehr gezeigt, wenn Effektivität verlangt wird, führt an den USA kein Weg vorbei. Die Nato ist eine Sonntagsschul-Vereinigung, der auch noch die Präzisionswaffen ausgehen. Ist der Generalsekretär Fogh Rasmussen der Richtige? Unsere Regierung ist ein Trümmerhaufen. Merkel kann sich herauswinden, in Frankreich, England und anderen Staaten, vielleicht sogar USA, regieren auch nur gleiche, sinnlose Theatergruppen. Ist dies alles, was die Demokratie noch zu bieten hat. Traurig.

  • Es ist doch wohl nicht ihr Ernst, eine Werbung für ein Online-Ballerspiel einzublenden, wenn man diesen Artikel über den Krieg in Libyen aufruft ?!

  • Natürlich kann man Schieß- und Waffencouchs nach Libyen schicken. Nur sind das dann keine offiziellen Kriegsteilnehmer und können im Falle einer Gefangennahme so verarbeitet werden, dass sie in einer Apfelsinenkiste heimwärts transportiert werden können. Dann ist sicher die Aufregung groß.

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