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Zahlreiche Tote bei Offensive gegen Rebellen

Die ukrainische Armee greift die Separatisten-Hochburgen an. Die prorussischen Kräfte schlagen zurück. In der östlichen Stadt Slawjansk herrscht der Ausnahmezustand. Der Kreml will eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats.
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In der Ostukraine gibt es Gefechte zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten. Es gibt laut Kiew zahlreiche Tote und Verletzte, die russische Führung bestätigt sechs Tote. Kremlchef Putin erklärt die Beschlüsse der Genfer Verhandlungen, auf denen ein Fahrplan für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts vereinbart wurde, für nichtig und fordert eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Die Ereignisse des Tages im Liveblog zum Nachlesen.

+++ Obama: Russland muss Einfluss auf Milizen nutzen +++

US-Präsident Barack Obama hat Russland aufgefordert, seinen Einfluss auf militärische Gruppen in der Ukraine geltend zu machen und sie zur Aufgabe zu bewegen. Russland müsse mit raschen weiteren Sanktionen rechnen, sollte sich die Lage in der Ukraine nicht stabilisieren, sagte Obama am Freitag in Washington auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Darüber sei er sich mit Merkel einig. Die für den 25. Mai geplante Wahl in der Ukraine dürfe nicht gestört werden, sagte Obama. Zudem müsse Russland darauf hinwirken, dass die von prorussischen Separatisten gefangengehaltenen sieben OSZE-Beobachter sofort freikämen.

+++ „Viele Tote“ bei Offensive im Osten des Landes +++

Bei der Offensive der ukrainischen Armee gegen prorussische Separatisten in der östlichen Stadt Slawjansk hat es nach ukrainischen Regierungsangaben zahlreiche Tote gegeben. Interimspräsident Oleksander Turtschinow sprach am Freitag von „vielen Toten" auf Seiten der Gegner Kiews. Turtschinow bestätigte zudem den Tod von zwei ukrainischen Soldaten. „Die Kriminellen haben viele Verluste erlitten: Viele wurden getötet, verwundet und es gibt viele Gefangene", sagte er in einer nationalen Fernsehansprache. Die prorussischen Kräfte sprachen dagegen von drei getöteten Kämpfern und drei toten Zivilisten. Turtschinow forderte Russland zur Zurückhaltung auf. „Ich appelliere an die Führung der Russischen Föderation: Stoppen Sie die Hysterie rund um die Vorgänge in der Ukraine." Slawjansk wird seit Wochen von prorussischen Milizen kontrolliert. Am frühen Freitagmorgen startete die ukrainische Armee die „aktive Phase" eines „Anti-Terror-Einsatzes" gegen die Separatisten in Slawjansk und Kramatorsk.

+++ Ein Toter und viele Verletzte auf beiden Seiten +++
In der südukrainischen Stadt Odessa hat es am Freitag Zusammenstöße zwischen Anhängern Moskaus und Kiews gegeben. Dabei ist ein Mann erschossen worden. Er sei in die Brust getroffen worden, teilt die Polizei in Odessa mit. Hunderte mit Schlagstöcken bewaffnete und mit Helmen geschützte prorussische Aktivisten griffen eine Demonstration von 1500 Unterstützern der ukrainischen Regierung an, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Dutzende Menschen auf beiden Seiten wurden verletzt. Die Polizei versuchte, die verfeindeten Gruppen zu trennen. Odessa war bislang von den Unruhen im Osten des Landes weitgehend verschont geblieben. Die Schwarzmeerstadt hat rund eine Millionen Einwohner.

+++ Ukrainische Führung räumt Probleme bei Offensive in Slawjansk ein +++
Die ukrainische Führung hat Probleme bei ihrer Offensive gegen prorussische Aktivisten bei der Stadt Slawjansk im Osten des Landes eingeräumt. Die Operation gehe „nicht so schnell voran wie wir uns das wünschen“, sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow am Freitag einer Mitteilung zufolge. Grund sei, dass die „Terroristen“ sich in bewohnten Gebieten verschanzten und Zivilisten als Schutzschilde missbrauchten. Die Einsatzkräfte hätten aber alle Stellungen um die Stadt herum in ihre Gewalt gebracht und dem Gegner „schwere Verluste“ zugefügt, behauptete Turtschinow. Auf eigener Seite seien zwei Soldaten getötet und sieben verletzt worden.

+++ Ukrainisches Militär drängt prorussische Rebellen zurück +++
Bewaffnete russische Saboteure haben nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Alexander Turtschinow versucht, in der Nacht in die Ukraine einzudringen, wie am Freitagnachmittag bekannt wurde. Sie seien von ukrainischen Grenztruppen zurückgedrängt worden. Der Einsatz gegen pro-russische Separatisten in Slawjansk werde fortgesetzt.

+++ Moskau will Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats +++
Angesichts der Offensive der ukrainischen Armee im Osten des Landes beantragte Russland eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates in New York, wie UN-Diplomaten mitteilten. Das Gremium sollte gegen Mittag (Ortszeit) in öffentlicher Sitzung zusammentreten. Moskau begründete den Antrag demnach mit der "schweren Eskalation der Gewalt im Osten der Ukraine". Es ist bereits die 13 Sicherheitsratssitzung zu der Krise seit ihrem Beginn

++ Russland droht Ukraine mit Drosselung der Gaslieferung in Juni ++
Russland hat der Ukraine mit einer Drosselung der Gaslieferungen schon im Juni gedroht. Sollte die mit milliardenschweren Rechnungen in der Kreide stehende Regierung in Kiew im Mai keine Vorauszahlung leisten, werde der staatlich-kontrollierte Gazprom -Konzern weniger Gas liefern, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak am Freitag. Er äußerte sich in Warschau nach Verhandlungen mit seinem ukrainischen Kollegen Juri Prodan und EU-Energiekommissar Günther Oettinger. Die Gas-Schulden des Nachbarlandes bezifferte Nowak auf rund 3,5 Milliarden Dollar. Prodan sagte, sein Land sei bereit, faire Marktpreise zu zahlen, nicht aber Gazproms jüngste Preiserhöhungen. Notfalls werde man den Fall vor ein Schiedsgericht bringen. Oettinger zufolge zeigten beide Seiten die Bereitschaft, eine ähnliche Eskalation wie in der politischen Krise in dem Gasstreit vermeiden zu wollen. Die EU deckt gut ein Drittel ihres Gas- und Ölverbrauchs mit Lieferungen aus Russland.

+++ US-Journalisten freigelassen +++
Ein Team des US-Fernsehsenders CBS ist nach mehreren Stunden, in denen es von pro-russischen Kräften in der Ostukraine festgehalten worden war, wieder frei. Die Reporterin Clarissa Ward und ihr Team waren am Morgen nahe der Stadt Slawjansk angehalten worden. „Man hat uns die Augen verbunden mit einer Art Masken und Klebeband um den Kopf gewickelt, und uns zu einem anderen Checkpoint gebracht“, sagte sie in einer Liveschalte am Mittag. Die militärischen Kräfte seinen sehr rigoros mit den Journalisten umgegangen, hätten sie teils auf russisch beschimpft. Das Team musste die Pässe abgeben, sich mit erhobenen Händen an eine Wand stellen. Die CBS-Mitarbeiter waren schließlich nach Geschlechtern getrennt worden und durften nicht miteinander sprechen.


++ Russland garantiert Europas Gasversorgung nur bis Ende Mai ++
Russland hat den Kunden in der Ukraine und in der gesamten EU eine ununterbrochene Versorgung mit Erdgas bis Ende Mai zugesichert. EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagte am Freitag in Warschau nach Gesprächen mit den Energieministern Russlands und der Ukraine, Alexander Nowak und Juri Prodan, man hoffe, den Streit um ukrainische Gasschulden bei Russland und den künftigen Gaspreis bis dahin beenden zu können. Es seien zwei weitere Verhandlungen im Mai vorgesehen. „Es ist deutlich geworden, dass sowohl Gazprom als auch die ukrainischen Firmen alles tun wollen, um die Lieferverpflichtungen für die Märkte der Mitgliedsstaaten der EU zu erfüllen“, sagte Oettinger. „Garantieren kann man dies nicht“, räumte er ein. Alle Beteiligten hätten aber „zugesagt, dass keine Unterbrechungen stattfinden werden“.

+++ Von der Leyen besorgt um OSZE-Beobachter +++
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußert sich über die in Slawjansk festgehaltenen OSZE-Beobachter besorgt. Deren Zustand sei am Morgen den Umständen entsprechend gut gewesen. "Doch die Lage ist durch die jüngste Eskalation nicht einfacher geworden." Sie hoffe, dass die Bemühungen um eine Freilassung keinen Rückschlag erlitten.

++ Moskau: Armeeeinsatz in der Ostukraine führt in „Katastrophe" +++
Die russische Regierung hat vor dramatischen Folgen des Vorgehens der ukrainischen Armee gegen Separatisten im Osten des Landes gewarnt. Der Einsatz gegen das eigene Volk führe das Land in die „Katastrophe“, erklärte das Außenministerium in Moskau am Freitag. Es warf der Regierung in Kiew vor, in der Stadt Slawjansk einen "Vergeltungseinsatz unter Beteiligung der Terroristen" der rechtsextremen Gruppierung Prawy Sektor gestartet zu haben.

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  • Positive Sicht der Entwicklung in dieser inszenierten Shit-Krise :

    .. während Berlin wolig mit Kopf und Kragen im Gesäß steckt, äugt Michel, schon wegen seiner Gasrechnung besorgt, aufmerksam gen Osten.

    Und hofft.... Berlin erstickt...

  • Jetzt ist es also soweit, die ukrainische Armee ist im Antiterror-Einsatz und die Soldaten erschießen ihre Mitbürger, die es nicht länger sein wollen "um den Frieden zu wahren". Und die Russen sollen zuschauen, wie ihre ukrainischen Landsleute massakriert werden. Man kann sich vorstellen, dass dieses Massaker nicht ohne die Zustimmung der EU stattfindet, die gerade 17 Milliarden Kredite bewillig hat, vielleicht um den Ankauf von Waffen aus BRD, Frankreich und England zu finanzieren?
    Natürlich hat man bei der Bundeswehr schon gewusst, dass es soweit kommen würde und hat gleich 4 Militärbeobachter, meint Spione, in der Handelsblatt-Diktion OSZE-Beobachter ohne OSZE-Auftrag hingeschickt. Die flogen auf und wurden festgenommen, sind also logischerweise nun westliche Geiseln...
    Unsere Bundeswehr wird uns also wieder verteidigen, wenn es sein muss in der Ukraine und gegen die separatistischen Terroristen, die unverständlicherweise keine Lust haben, von sog. prowestlichen Kräften, meint von Oligarchen und Faschisten, in Kiew regiert zu werden.
    Schande über die Journaillie, die sich so vor den Karren der amerikanischen Öl-und Gaslobby spannen läßt! Pfui!

  • Ist die Bundeswehr wieder daran beteiligt sich in die inneren Angelegenheiten eines Staates zu beteiligen? Warum schreien die deutschen Politiker nicht auf, wenn Islamglöäubige wieder menschen töten in Niegeria? Wollen Sie unbedingt Tote sehen, wie unser Bundespräsident? Er will Schulen für Islamgläubige, damit Sie mehr Menschen tötebn können ( Tötet Andersgläubige, so der Koran). Handelt so ein Christ mit Gewissen???

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