Luxemburg
Das Ende der Ära Juncker?

In Luxemburg will die Demokratische Partei Koalitionsgespräche mit Grünen und Sozialdemokraten aufnehmen. Außen vor bleibt dabei wohl Jean-Claude Juncker. Seit vielen Jahren pendelt er zwischen Luxemburg und Brüssel.
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LuxemburgIm Großherzogtum Luxemburg deutet sich ein Regierungswechsel und damit die Ablösung des dienstältesten EU-Ministerpräsidenten Jean-Claude Juncker an. Sein bisheriger Koalitionspartner, die Sozialdemokraten, einigte sich mit der Demokratischen Partei (DP) und den Grünen darauf, am Dienstag Koalitionsgespräche aufzunehmen. Die drei Parteien würden prüfen, ob die Basis für eine Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren ausreiche, sagte der DP-Vorsitzende Xavier Bettel dem TV-Sender RTL. „Das ist eine realistische Option”, fügte Bettel hinzu.

Im neuen Parlament kommen die drei Parteien auf 32 der 60 Sitze. Junckers Christlich Soziale Volkspartei (CSV) hatte bei der vorgezogenen Wahl am Sonntag drei Mandate verloren, war aber mit 23 Sitzen stärkste Kraft geblieben. Juncker hatte daraufhin den Anspruch erhoben, dass seine Partei erneut den Auftrag zur Regierungsbildung erhält. Seit Kriegsende führte die CSV mit Ausnahme der Zeit von 1974 bis 1979 alle Regierungen. Wer nun den Auftrag zur Regierungsbildung erhält, entscheidet Großherzog Jean, der ab Dienstag die Parteivorsitzenden zu Konsultationen empfängt. Die Wahl war um sieben Monate vorgezogen worden, nachdem die Koalitionsregierung im Streit um eine Geheimdienst-Affäre zerbrochen war.

Der 58-jährige Juncker hat die Entwicklung der Europäischen Union und der Wirtschafts- und Währungsunion in den letzten beiden Jahrzehnten maßgeblich mitgeprägt. Im Januar 1995 übernahm der damalige Finanzminister das Amt des Regierungschefs von Jacques Santer, der an die Spitze der Europäischen Kommission wechselte. Juncker behielt bis 2009 auch das Amt des Finanzministers und wurde erster Vorsitzender der Euro-Gruppe, dem Gremium der Finanzminister der Euro-Zone. Er wurde das Gesicht der Euro-Zone und steuerte diese durch die Schuldenkrise. Im Januar legte Juncker das Amt nieder und übergab an den Niederländer Jeroen Dijsselbloem.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Luxemburg: Das Ende der Ära Juncker?"

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  • dieluxemburger scheinen herrn juncker- dem sie den langen erhalt ihrer banken- steueroasen und rettung der luxemburger banken mit der angeblichen eurorettung früher zu durchschauen und zu verdrängen als die rührseloigen deutschen die die harmonie von großen koalitionen bevorzugen

  • Juncker gehörte zu den größten Euro- und EU-Lügnern. Er sollte von der politischen Bühne abtreten.

  • Zitat : Das Ende der Ära Juncker?

    - auch der Anfang vom Ende der EUtopia !

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