Macrons Weg in den Élysée-Palast
Die Parteien bringen sich in Stellung für die Parlamentswahlen

Frankreichs künftiger Präsident Macron will bis Donnerstag bekanntgeben, wer in den Wahlkreisen für „Le République en marche“ bei den Parlamentswahlen antreten wird. Auch die Wahlverlierer bringen sich in Stellung.
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ParisEin Rätsel wird gelöst: Emmanuel Macron will bis Donnerstag bekanntgeben, wer in den Wahlkreisen für „Le République en marche“ bei den Parlamentswahlen antreten wird. Darüber wird seit Wochen spekuliert, viele der Kandidaten und Kandidatinnen dürften nicht bekannt sein.

Macron und der schnelle Aufstieg seiner Bewegung „En Marche“ inspiriert die Politik. Auch die sozialistische Partei ist in der Verwandlung und es gründen sich neue Initiativen. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo will vor Mitte Juni „Dès demain“ lancieren, es soll um Europa und Solidarität gehen.

Auch der ehemalige sozialistische Präsidentschaftskandidat Benoît Hamon will nicht untätig bleiben. Er hat eine Bewegung für den 1. Juli angekündigt und will sich an linke Bürger wenden. Möglich, dass auch Grüne dabei sein werden. Nach der Niederlage bei den Wahlen ist die sozialistische Partei zerrissen. Bei den neuen Manövern scheint es um ein Machtspiel zu gehen.

Der ehemalige sozialistische Premierminister Manuel Valls hat es nicht einfach. Weil er zu Macron überlaufen will und angekündigt hat, dass er für dessen Bewegung gern bei den Parlamentswahlen antreten will, will die sozialistische Partei ihn nun ausschließen. Sollte Macron ihn ablehnen, stünde er ganz nackt da. Die Prozedur zu seiner Ausschließung soll schon seit dem 6. April laufen, als Valls dazu aufgerufen hat, für Macron zu stimmen und nicht für den Sozialisten Hamon. In „Le Figaro“ wird schon vom möglichen ersten „Faux pas“ von Macron gesprochen, weil er sich abweisend verhält.

Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon von „La France Insoumise“ gibt sich nach seinem guten Abschneiden bei den Präsidentschaftswahlen höchst selbstbewusst. Er will sich nicht wieder mit den Kommunisten verbünden wie 2012 bei den Parlamentswahlen. Mélenchon lädt selbstbewusst die sieben Millionen Wähler ein, die bei der Präsidentschaft für ihn gestimmt haben, das wieder für seine Anhänger zu tun. Die Kommunisten sind allerdings weiter bereit zu lokalen Einigungen.

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