Marine Le Pen
Die „Führerin“ ohne Führerschein

Marine Le Pen, die Chefin des rechtsextremen Front National, wird in Frankreich zur Lachnummer: Nicht nur, dass sie wegen Rasens seit 2012 keinen Führerschein mehr hat – ihre Katze wurde vom Hund ihres Vaters gefressen.
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ParisMarine Le Pen sieht sich bereits als Führerin eines national erneuerten Frankreichs. Die Präsidentschaftswahl 2017 hält sie für gewinnbar. Doch ein Detail fehlt ihr noch: der Führerschein. Die gefürchtete Vorsitzende des Front National wird derzeit zur Lachnummer in Frankreich.

Wie die französische Satirezeitung Le Canard Enchainé am Mittwoch enthüllte, musste die Chefin des Front National ihre Fahrerlaubnis bereits Ende 2012 abgeben. Sie hatte zu viele Punkte durch Rasen auf Frankreichs Straßen oder das Überfahren roter Ampeln gesammelt. Punkte abbauen durch verkehrstherapeutische Seminare wollte sie nicht.

Damit nicht genug: Auch in der Familie ist ihr das Glück nicht hold. Am Mittwoch wurde bekannt, dass sie aus dem großzügigen Anwesen ihres Vaters im noblen Pariser Vorort Saint Cloud ausgezogen ist. Hintergrund sollen nicht die politischen Streitereien zwischen ihr und ihrem stets mit Holocaust-Witzen auffallenden Vater sein, sondern ein tödlicher Zwist zwischen Haustieren: Einer von Jean-Marie Le Pens Dobermännern habe die Katze seiner Tochter gefressen, melden verschiedene französische Medien. Diese Attacke habe Marine mit sofortigem Auszug beantwortet.

Ihr Führerschein-Problem ist die Frontfrau allerdings noch nicht los. 2013 beauftragte sie die Anwaltskanzlei Dufour & Associés. Die sollte den Schein auf dem Klagewege zurückholen. „Sie haben Ihren Führerschein verloren? Es gibt ein Verfahren, um seine Annullierung rückgängig zu machen“, werben die Anwälte auf ihrer Webseite.

Le Pen überzeugte das. Die Anwälte wurden tätig und schickten ihr im vergangenen Jahr eine erste Honorarrechnung über 3000 Euro zu. Die ignorierte die FN-Führerin. Auch auf Mahnungen reagierte sie nicht. Die Kanzlei strengte ein Schiedsverfahren an, zu dem Le Pen nicht erschien.

Stattdessen schickte die stets auf Ordnung und Anstand pochende Dame eine schlitzohrige Erklärung: Sicher, sie schulde die 3000 Euro. Doch habe der Anwalt, der ihren Fall vertrat, die Kanzlei zwischenzeitlich verlassen. Deshalb seien ihr trotz Zahlungswillens die Hände gebunden.

Der Vorsitzende der Pariser Rechtsanwaltskammer fand das nur begrenzt komisch und klärte Le Pen, die selber Rechtsanwältin ist, Mitte September über ihre Pflichten auf: Die Zeche prellen, das gehe gar nicht. Wer auch immer ihren Fall vertrete, sie schulde das Geld der Kanzlei.

Die Affäre ist peinlich genug, poltert die Rechtsradikale öffentlich doch stets gegen jugendliche Gesetzesbrecher und fordert härteres Durchgreifen seitens der Justiz. Statt die Angelegenheit in aller Stille beizulegen, macht die Politikerin sie mit einer Stellungnahme noch schlimmer: „Ich war es nicht, mein Chauffeur war's!“ berichtete sie der konservativen Tageszeitung Le Figaro nach der Veröffentlichung im Canard Enchainé.

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Der rechtsradikale Schwefelgeruch soll weg

Kommentare zu " Marine Le Pen: Die „Führerin“ ohne Führerschein"

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  • Nö, das war wirklich unterste Schublade! )o:)
    "Für die Katz" sozusagen...!
    Für eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Wahlprogramm dieser Partei reicht es wohl nicht?
    P.S. Hat der Autor dieses Artikels eigentlich seinen Führerschein? Welche Probleme gibt es in Ihrer Famile?
    (Sehen Sie, DAS würde uns als Leser genauso einen Sch..ß angehen wie Sie bei Frau Le Pen!!)
    ((o:)

  • nicht dass ich sonderlich mit Le Pen sympathisieren würde, aber was bitte haben ihr Führerschein und ihre Katze mit Politik zu tun? Nicht Le Pen wird zur Lachnummer, sondern die Journalisten und Medien, die sonst nichts über sie zu schreiben wissen.

  • Tach,

    das Terrorblatt Handelsblatt hat gesprochen. Betreibt mal wieder Hetze gegen Parteien die nach Meinung diverser Journalisten zu beseitigen sind.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

    VG
    Marvel

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