"Marrokanische Afghanen"
Terror-Razzia in Paris

Dem französischen Geheimdienst DST ist am Montagmorgen bei Paris offenbar ein Schlag gegen den internationalen Terrorismus gelungen. Bei einer Razzia sind 15 Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen im marokkanischen Casablanca im vergangenen Jahr festgenommen worden.

HB PARIS. Von den neun inhaftierten Männern würden sechs bis acht verdächtigt, Beziehungen zur marokkanischen Terrororganisation GICM zu haben, teilte das Innenministerium in Paris mit. Die GICM wird für die blutigen Anschläge von Casablanca im Mai 2003 verantwortlich gemacht, bei denen 45 Menschen getötet worden waren. Bei den festgenommenen Frauen handelt es sich um Angehörige der Verdächtigen.

Die Mitglieder der GICM (Islamische Gruppe marokkanischer Kämpfer) werden wegen der Afghanistan-Erfahrung vieler ihrer Aktivisten auch als „marokkanische Afghanen“ bezeichnet. Die DST ist in Frankreich für die Spionageabwehr zuständig. Wegen der Anschläge von Casablanca laufen auch in Frankreich Ermittlungsverfahren, weil bei dem Blutbad auch drei Franzosen getötet worden waren. Die Razzia erfolgte in Aulnay-sous-Bois im Osten sowie in Mantes-la-Jolie im Westen der französischen Hauptstadt. In beiden Vororten lebt eine starke muslimische Gemeinde.

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