Martin Schulz und Griechenland
Welche Rolle der EU-Parlamentspräsident spielt

Eigentlich sollte beim EU-Antrittsbesuch des griechischen Premiers Tsipras öffentlich geschwiegen werden. Doch im Europaparlament leuchten Kamerascheinwerfer auf: Martin Schulz spricht.
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BrüsselMartin Schulz galt vor nicht allzu langer Zeit als ein Verlierer im knallharten EU-Geschäft. Der SPD-Politiker setzte sich für europaweite Spitzenkandidaten der Parteien bei der Europawahl 2014 ein, kam aber selbst beim Topposten des EU-Kommissionschefs nicht zum Zuge. Als Trostpflaster behielt der gelernte Buchhändler aus Würselen bei Aachen das Amt des EU-Parlamentspräsidenten.

Wer Schulz deshalb im politischen Abseits wähnt, täuscht sich gewaltig. Der 59 Jahre alte Vollbluteuropäer vermittelt in der neu aufgeflammten Griechenland-Krise. Und er war Ende Januar Gastgeber eines diskreten Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident François Hollande in einem Straßburger Restaurant.

Schulz ist auch dank seiner exzellenten Kontakte über Parteigrenzen hinweg eine der Schlüsselfiguren in der informellen Brüsseler „Großen Koalition“ von Konservativen und Sozialdemokraten. Mit dem christsozialen Kommissionschef Jean-Claude Juncker (60) arbeitet er gut zusammen.

Die Chefetage der europäischen Volksvertretung will am Donnerstag darüber beraten, ob es einen Untersuchungsausschuss zur Affäre um Luxemburger Steuervorteile für Unternehmen geben soll. Dabei würde Juncker als früherer luxemburgischer Premier im Rampenlicht stehen. Schulz ist dem Vernehmen nach kein großer Anhänger dieses Vorhabens.

Beim Antrittsbesuch des griechischen Premiers Alexis Tsipras am Mittwoch äußert sich Juncker nicht vor den Medien. Im Parlament gibt es hingegen großen Auftrieb. Schulz und Tsipras treten vor die Kameras. Gute Atmosphäre, Handschlag. „Wir müssen Wege für Kompromisse finden“, meint Schulz. Worte wie „Dialog“ und „Unterstützung“ gehen ihm leicht über die Lippen.

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„Schulz ist sehr nah an der Bevölkerung“

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  • >> Als Trostpflaster behielt der gelernte Buchhändler aus Würselen bei Aachen das Amt des EU-Parlamentspräsidenten. >>

    Und als Trostpflaster regiert der Säufer aus dem Niederrein das Utopische Reich EU. Denn dort zählt neben ABSAHNEN noch die Anwesenheit.

    Armleuchter per Excellence !

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