Mbeki setzt Truppen ein
Armee soll Gewalt in Südafrika beenden

Nach Tagen der ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika, will Präsident Thabo Mbeki nun die Armee des Landes einsetzen, um die Gewalt zu beenden. Mit dem Einsatz der Truppen folgt Mbeki einer Bitte der Polizei, Soldaten in und um Johannesburg einzusetzen, hieß es am Mittwoch.

HB JOHANNESBURG. Eine Polizeisprecherin sagte, die Armee werde die Sicherheitskräfte sowohl mit Truppen als auch mit Geräten bei bestimmten Einsätzen unterstützen. Bei den seit mehr als einer Woche andauernden fremdenfeindlichen Angriffen hat es nach Polizeiangaben inzwischen 42 Tote gegeben. 16 000 Menschen seien aus den Townships von Johannesburg vertrieben worden, hieß es weiter. Viele der verfolgten Ausländer - allen voran Flüchtlinge aus Simbabwe, Mosambik und Malawi - haben in Notunterkünften Schutz gesucht. Die Südafrikaner in den Elendsvierteln werfen den Einwanderern vor, ihnen Arbeit und Wohnraum wegzunehmen.

Am Mittwoch war die Lage an den Brennpunkten der Gewalt ruhiger als an den Tagen zuvor. In den Gegenden im Osten Johannesburgs patrouillierte die Polizei mit gepanzerten Fahrzeugen. Regierungsvertreter äußerten den Verdacht, dass die Gewalt nicht spontan ausgebrochen, sondern womöglich aus politischen Motiven heraus gezielt angezettelt worden sei.

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