Medienbericht
Sarkozy bezeichnet Netanjahu als „Lügner“

Zufälliger Lauschangriff auf Sarkozy und Obama: Bei einer Pressekonferenz in Cannes waren die Mikrofone zu früh angeschaltet, Journalisten wurden Zeugen eines pikanten Gesprächs über den israelischen Regierungschef.
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ParisFrankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat einem Medienbericht zufolge den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu als „Lügner“ bezeichnet.

Vor einer Pressekonferenz beim G-20-Gipfel in Cannes in der vergangenen Woche hätten die Journalisten aus Versehen eine Unterhaltung Sarkozys mit US-Präsident Barack Obama mithören können, weil die Geräte für die Übersetzung schon vor dem offiziellen Auftritt verteilt worden seien und einige Pressevertreter ihre eigenen Kopfhörer eingestöpselt hätten, berichtete das französische Internetmagazin „Arrêt“ am Dienstag.

Dabei habe Sarkozy zu Obama gesagt: „Ich kann ihn nicht mehr sehen, das ist ein Lügner.“ Daraufhin habe Obama geantwortet: „Du magst ja genug haben von ihm, aber ich muss jeden Tag mit ihm umgehen!“ Mehrere Journalisten, die in Cannes waren, bestätigten der Nachrichtenagentur AFP den Inhalt dieses Gesprächs.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Medienbericht: Sarkozy bezeichnet Netanjahu als „Lügner“"

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  • Lieber Herr Sarkozy !
    Was glauben sie wohl was über ihre Person so alles geredet wird wenn man glaubt das keiner mithört .

    Sie haben eigentlich keinen Grund jemandem einen Lügner zu nennen .
    Sie waren der , der Libyen sogar allein angreifen wollte , warum ?
    Heute haben sie und England das Öl des Landes unter sich aufgeteilt .
    Die Angriffe hatten damit natürlich nichts zu tun !

  • Ich verstehe nicht, warum keiner auf das hier gespielte Spiel eingeht. Das Wikileaks-Prinzip als neue Form öffentlicher Diplomatie. Man "leakt" - zu deutsch: lässt etwas durchsickern -, um einer direkten Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Ziel in diesem Falle: Beruhigung der Öffentlichkeit wegen Krieg gegen den Iran, um andere Kriegsmaßnahmen, zum Beispiel Sanktionen, Außerkraftsetzung der Diplomatie, Schädigung des zivilen Umgangs zwischen Nationen zu ergreifen. Dazu hat MJ Rosenberg hier einen sehr guten (allerdings englischsprachigen) Artikel geschrieben:http://www.informationclearinghouse.info/article29641.htm

  • Netanjahu wird, wenn er mit seiner ignorant-aggresiven Landraubpolitik weitermacht jeden politischen Rückhalt in der westlichen Welt verspielen, Israel in eine gefährliche Sackgasse führen und so vielleicht der Totengräber Israels sein. Wenn die demokratischen Regierungen in den Nachbarstaaten Agypten und Syrien installiert und gefestigt sind, wird der Druck auf nie gekannte Weise zunehmen, weil die bisherigen Potentanten ihm nict mehr die arabischen Brudervölker der Palästinenser vom Hals halten können.

    Nebenbei verspielt Israel die Chance mit einem Neuen Jerusalem eine ungeteilte Hauptstadt der 3 Schwesterreligionen Judentum-Christentum-Islam zu errichten, die im Dienste der Völkerverständigung steht und dem EINEN den ihm gebührenden ungeteilten Raum gibt. Diese Chance aus primitivem Egoismus zu vertun, kann nur als absurde Dummheit benannt werden.

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