Mediziner befürchten Mindereinnahmen
Niederländische Ärzte streiken gegen Reformen

Mehrere tausend Hausärzte in den Niederlanden haben am Mittwoch einen auf drei Tage befristeten Streik begonnen.

HB DEN HAAG. Sie protestieren damit gegen Pläne der Regierung zur Neuordnung der ärztlichen Versorgung im kommenden Jahr und damit verbundene Mindereinnahmen. Nach ersten Angaben der Ärztevereinigung LHV sollen mehr als Zweidrittel aller 8000 Hausärzte im ganzen Land dem Streikaufruf gefolgt sein.

In Krankenhäusern und nicht geschlossenen Arztpraxen wurden zwar mehr Patienten als sonst gezählt, doch sei es nirgendwo zu unerwartet großem Andrang gekommen, hieß es. Streikende Ärzte informierten ihre Patienten per Anrufbeantworter oder auch persönlich über ihre Motive. Andere machten während der sonstigen Sprechzeiten Hausbesuche oder erledigten Verwaltungsarbeiten.

Vor vier Jahren hatten die Ärzte schon einmal drei Tage lang gestreikt. Diesmal sei die Stimmung unter den Ärzten aber feindseliger, meinte die Zeitung „de Volkskrant“ am Mittwoch.

Die Krankenversicherungen, deren geplanter größerer Einfluss auf die Pflegepraxis den Ärzten ebenfalls ein Dorn im Auge ist, haben den Streik verurteilt. Gesundheitsminister Hans Hoogervorst wies Forderungen nach Änderung seiner Pläne zurück.

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