Mehr Sicherheit gefordert - Kommission ermittelt
Annan besorgt um UN-Mitarbeiter im Irak

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat Abscheu über den erneuten Angriff auf das UN-Gelände in der irakischen Hauptstadt Bagdad geäußert.

HB NEW YORK. Nach dem zweiten Selbstmordanschlag auf das UN-Gebäude in Bagdad innerhalb von fünf Wochen hat Annan bessere Sicherheitsbedingungen für die internationalen Helfer im Irak gefordert. Zugleich gab er die Berufung des früheren finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari als Leiter einer Kommission bekannt, die im Irak Sicherheitsrisiken für die verschiedenen UN-Organisationen und ihre Mitarbeiter ermitteln soll.

Ahtisaari werde auch die Umstände vor dem verheerenden Anschlag auf das UN-Hauptquartier in Bagdad am 19. August sowie die danach getroffenen Sicherheitsmaßnahmen untersuchen. Bei diesem Anschlag waren der UN-Sonderbeauftragte für den Irak, Sergio Vieira de Mello, und 22 weitere Menschen getötet worden.

Ahtisaari bat unmittelbar nach seiner Berufung mehrere international anerkannte Experten, sein Team zu unterstützen. Unter ihnen sind der stellvertretende irische Polizeichef Peter Fitzgerald, der finnische General Jaakko Taneli Oksanen sowie der sicherheitspolitische Experte der Harvard-Universität Claude Bruderlein.

Die UN könnten ihren Auftrag im Irak nur in einer „sicheren Umgebung“ erfüllen, sagte Annan weiter. „Wir werden die Arbeit fortsetzen, aber wenn sich die Lage verschlechtert, werden unsere Operationen natürlich erheblich beeinträchtigt.“ Der neue Anschlag, bei dem ein irakischer Polizist und der Attentäter getötet wurden, habe ihn „geschockt“. Er dankte ausdrücklich für den Einsatz irakischer Sicherheitskräfte gegen den Attentäter. Dadurch seien offenbar viele Menschenleben gerettet worden.

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