Meinungsumfragen
US-Wahl: Kerry und Bush nahezu gleich auf

Noch völlig offen ist der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen am 2. November den jüngsten repräsentativen Meinungsumfragen zufolge.

HB WASHINGTON. Der demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry liegt zwar laut einer Gallup-Erhebung mit 50 Prozent fünf Prozentpunkte vor Präsident George W. Bush; eine am Mittwoch in der „Washington Post“ veröffentlichte Umfrage sieht allerdings beide wie schon im Juni mit jeweils 46 Prozent gleichauf.

Auch die am Vortag veröffentlichte Gallup-Umfrage kommt zu dem Ergebnis, dass Bush nach wie vor eine Zustimmung zu seiner Amtsführung von 47 Prozent genieße. 52 Prozent der Amerikaner bewerteten seine Persönlichkeit positiv. Laut der „Washington Post“ befürworten 55 Prozent der US-Bürger die Anti-Terrorismus-Politik des Präsidenten, fünf Prozentpunkte mehr als vor drei Wochen. 51 Prozent glaubten, Bush werde mit dem Terrorismus besser fertig, 42 Prozent denken der Umfrage zufolge, Kerry würde es erfolgreicher machen.

Die Ernennung des Senators John Edwards zum Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten bescherte laut des Gallup-Instituts dem demokratischen Lager den leichten Stimmenzuwachs. Vor drei Wochen hat Kerry den Angaben zufolge lediglich mit einem Prozentpunkt vor Bush geführt, nun seien es fünf Prozentpunkte. Allerdings habe der „Faktor Edwards“ die Ergebnisse in den republikanischen Hochburgen im Süden der USA - und der Heimat von Edwards - nicht nennenswert beeinflusst, so die im Auftrag des Nachrichtensenders CNN und der Zeitung „USA Today“ durchgeführte Meinungsumfrage. Im Heimatstaat von Senator Edwards, in North Carolina, wollen noch immer 54 Prozent für Bush stimmen, nur 39 Prozent für Kerry.

Die Amerikaner sehen laut Gallup die wirtschaftliche Lage derzeit wieder besser und sind auch insgesamt mit der politischen Lage etwas zufriedener. 51 Prozent der Befragten glauben, dass es mit der Wirtschaft in den USA aufwärts geht. Im Mai waren es nur 43 Prozent. Den demoskopischen Daten zufolge äußerte sich mit 57 Prozent eine deutliche Mehrheit unzufrieden mit der politische Lage insgesamt - im Mai waren es aber noch 62 Prozent. 54 Prozent der US-Bürger glauben wie schon im Vormonat, dass der Krieg gegen den Irak ein Fehler war.

Gallup hatte zwischen dem 8. und dem 11. Juli rund 1000 US-Bürger befragt. Bei der Erhebung der „Washington Post“ waren im selben Zeitraum etwa 850 Bürger befragt worden.

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