Menschenrechtsverletzungen
Amnesty berichtet über tausend CIA-Geheimflüge in Europa

Der US-Geheimdienst ist erneut ins Visier von Amnesty International geraten. Die Menschenrechtsorganisation legt heute einen Bericht vor, wonach die CIA im Anti-Terror-Kampf über 1000 Geheimflüge im europäischen Luftraum organisierte. Über Tarnfirmen sollen Menschen in Länder gebracht worden sein, in denen Folter und Misshandlung drohten.

HB LONDON. Wie der britische Fernsehsender BBC unter Berufung auf eine neue Dokumentation der Organisation berichtete, lägen Berichte von fast 1000 CIA-Flügen vor, die vor allem den europäischen Luftraum benutzten. Diese Flüge seien offenkundig von Tarnfirmen, die von der CIA betrieben würden, gemacht worden. Zudem gebe es etwa 600 andere Flüge, für die Maschinen zumindest zeitweise von der CIA genutzt worden seien.

Amnesty zitiert den Fall von drei Jemeniten, die angeblich von den USA entführt und während ihrer Haft misshandelt worden sein sollen. Die drei Männer erklärten nach dem Amnesty- Bericht, dass sie in mindestens vier geheimen US-Gefängnissen zwischen Oktober 2003 und Mai 2005 festgehalten worden seien, darunter in Osteuropa oder in Mittelasien. Die drei Männer wurden 2003 in Jordanien, Indonesien und Tansania unter Terrorverdacht festgenommen.

Die Männer hätten dataillierte Angaben über die Reisezeiten und wechselndes Klima gemacht. Möglicherweise seien sie im ostafrikanischen Dschibuti, in Afghanistan und irgendwo in Osteuropa festgehalten worden sein. Keiner der drei Männer sei jemals wegen im Zusammenhang mit Terrorismus stehenden Straftaten angeklagt worden, berichtete BBC weiter.

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