Migration
Ungarn sperrt Flüchtlinge in Transitzonen ein

Flüchtlinge in Ungarn sollen die Aufnahmelager in Grenznähe künftig nicht mehr verlassen dürfen, bis über ihre Asylverfahren entschieden wurde. Die Vereinten Nationen sind besorgt.
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BudapestDas ungarische Parlament hat für die Internierung aller Flüchtlinge im Land gestimmt. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am Dienstag mit den Stimmen der rechtskonservativen Regierung sowie der oppositionellen rechtsextremen Jobbik-Partei verabschiedet.

Demnach sollen die Flüchtlinge in einer Transitzone in Grenznähe festgehalten werden, bis ihr Asylverfahren abgeschlossen ist.

Die neue Regelung betrifft neu einreisende Flüchtlinge genauso wie diejenigen, die sich schon im Land befinden. Das sind derzeit rund 600 Menschen. Ungarn geht so hart gegen Flüchtlinge vor wie kaum ein anderes Land in Europa.

Die Vereinten Nationen äußerten sich besorgt. Mit dem Gesetz verletze Ungarn internationales und europäisches Recht, teilte das Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in einer ersten Reaktion mit.

„Praktisch wird jeder Asylbewerber, darunter auch Kinder, lange Zeit in Schiffscontainern hausen müssen, die von hohem Stacheldraht umgeben sind“, hieß es. Das neue Gesetz werde eine furchtbare physische und psychologische Wirkung auf Menschen haben, die bereits viel Leid erfahren hätten.

Die Internierung von Flüchtlingen und Asylbewerbern sei nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen rechtlich möglich, so das UNHCR. Alle Maßnahmen müssten außerdem stets der Lage angemessen sein. Für Kinder käme eine Internierung überhaupt nicht in Betracht, kritisierte das UNHCR den ungarischen Schritt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Vielen Dank an die Ungarn, die Europa vor dem Islam und seinen Helfern den Willigen verteidigen, wie seit über 1300 Jahren üblich.

  • Die andere Möglichkeit ist die, dass man Lebensumstände erschafft, wo 4000 Millionäre und ca. 140.000 (meist hoch-qualifizierte- ) Bürger das Land für immer verlassen.

    ich persönlich begrüße das, denn wer bisher noch gezweifelt hat, ob er nach seinem Ing., Arzt, .. Studium ins ausland geht, dem macht Erika die Entscheidung immer leichter.

    Wenn ich unter Muslim leben will, gehe ich besser nach Malaysia / Indonesien, denn dort weiß man, wie man mit Menschen umgeht, die den Koran falsch herum gelesen haben. Extrem gutes Internet, hervorragend gute Infra-Struktur und das alles bezahlbar. Schönes Wetter ist allerdings umsonst.



  • Tja, es ist eben die Frage:
    Werden die Eindringlinge bis zum Abschub in Lagern festgehalten, oder müssen wir sehr bald um jeden öffentlichen Platz, später um jedes öffentliche Gebäude, dann um jedes Haus, Stacheldraht und Betonsperren mit bewaffneten Kräften anordnen?

    Was Merkel will ist klar: Letzteres. Die Politkaste lebt ja bereits so. Halten die für ganz normal.

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