Milliardenschwere Projekte sind in Gefahr
Putin bemüht sich um Investoren

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin hat auf die wachsenden Sorgen ausländischer Investoren über den Yukos-Skandal reagiert und sein Bekenntnis zur Marktwirtschaft bekräftigt. Am Donnerstagabend traf er sich mit Vertretern führender internationaler Banken darunter Citibank, Deutsche Bank, Brunswick UBS, United Financial Group und Morgan Stanley, um die Lage aus seiner Sicht zu erörtern.

juf/jsn DÜSSELDORF. „Dies ist eine nicht gegen die gesamte russische Geschäftswelt gerichtete Aktion“, sagte der Kremlherr nach Angaben eines Anwesenden. „Auch im Enron-Fall hat es in den USA Verhaftungen gegeben.“

Putins Reaktion ist verständlich, schließlich ist Russlands Wirtschaft auf ausländisches Kapital dringend angewiesen – vor allem der Energiesektor wirbt derzeit um milliardenschwere Investitionen. Doch das Vertrauen schwindet: „Die Bereitschaft der westlichen Konzerne zu investieren wird sicherlich abnehmen“, sagt Berthold Hannes, Energieexperte der Unternehmensberatung A.T. Kearney: „Dabei ist Russland einer der größten und für die Zukunft interessantesten Energiemärkte.“

Die aktuelle Entwicklung belege, wie weit Russland noch von normalen marktwirtschaftlichen Verhältnissen entfernt sei, sagt auch der Essener Energieprofessor Dieter Schmitt: „Noch ist Russland kein stabil kalkulierbarer Partner.“ Investitionen in Russlands Energiebranche müssten wohl durchdacht sein. Für den Energiesektor kommen der Yukos-Skandal und die Verunsicherung der Investoren zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Milliardenschwere Projekte sind in der Planung – für die ausländische Partner benötigt werden.

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