Minus 11,5 Prozent
Griechen arbeiten für weniger Geld

Um über zehn Prozent sind die Kosten für eine Arbeitsstunde in Griechenland gesunken. Die Verbilligung hängt offenbar mit den Sparmaßnahmen der Regierung zusammen. So soll die Wirtschaft wettbewerbsfähiger werden.
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BrüsselVor dem Hintergrund der Schuldenkrise hat Griechenland die Arbeitskosten pro Stunde im ersten Quartal des Jahres beträchtlich gedrückt. Die Bruttokosten sanken gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 11,5 Prozent, wie das EU-Statistikamt bereits am Montag in Luxemburg mitteilte. Nur zwei weitere EU-Länder verbuchten demnach ebenfalls eine Verbilligung der Arbeitsstunde, nämlich Portugal mit minus 1,2 Prozent und Slowenien mit minus 1,3 Prozent.

Die Senkung der Bruttoarbeitskosten pro Stunde ist offenbar eine Folge der Sparanstrengungen, die Griechenland im Gegenzug für die Hilfe zur Rettung seines Staatshaushaltes zugesichert hat und die zum Beispiel eine Senkung des Mindestlohnes vorsehen. Insgesamt soll die Wirtschaft nach dem Willen der Geber produktiver und wettbewerbsfähiger werden. In der Privatwirtschaft sanken die Stundenkosten laut Eurostat um 8,9 Prozent, im nicht-gewerblichen Sektor sogar um 15,7 Prozent.

In den 17 Ländern der Eurozone verteuerte sich die Arbeitsstunde laut Eurostat hingegen im ersten Quartal um 1,5 Prozent, in der gesamten EU um 1,4 Prozent. In Deutschland betrug der Anstieg demnach 1,8 Prozent, am stärksten war er in Bulgarien mit sechs Prozent. Außer für Griechenland war der größte Teil der Zahlen bereits früher bekannt gewesen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Minus 11,5 Prozent: Griechen arbeiten für weniger Geld"

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  • Da wird sich die Konjunktur wegen gestiegener Nachfrage ja mächtig erholen!
    Aber dann kann man ja auch wieder EU-Prämien wegen Flächsenstillegung in diesem Agrarland vergeben, oder Prämien für die Stillegung der Fischereiboote!

  • "Die Bruttokosten sanken gegenüber dem ersten Quartal 2011 um 11,5 Prozent, wie das EU-Statistikamt bereits am Montag in Luxemburg mitteilte."

    Sind dort sämtliche Arbeitsstunnden aller Beschäftigten (inklusive Banker, Politiker, Beamte) erfasst? Wenn ja, kann man sich ausrechnen, das der normale, abhängig Beschäftigte wohl eher ein Minus von 25% hat.

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