"Mohammed, der Ägypter" vor spanischer Justiz
Italien liefert mutmaßlichen Madrid-Attentäter an Spanien aus

Italien hat dem spanischen Antrag zur Auslieferung des mutmaßlichen „Kopfes“ der Attentäter vom 11. März in Madrid stattgegeben.

HB MADRID. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, wird der Verdächtige Rabei Osman El Sayed, genannt „Mohammed, der Ägypter“ zunächst für sechs Monate der spanischen Justiz überstellt. In dieser Zeit soll er in Spanien vor Gericht gestellt werden. Anschließend soll ihm in Italien wegen anderer Vergehen der Prozess gemacht worden. Nach Angaben des Ministeriums sollte der mutmaßliche Terrorist - bewacht von mehreren italienischen Sicherheitsbeamten - noch in der Nacht zum Mittwoch in der spanischen Hauptstadt eintreffen. Er war im Juni in Mailand verhaftet worden.

Seine offizielle Staatsangehörigkeit ist nicht bekannt. In abgehörten Telefongesprächen soll er gesagt haben, dass die Anschläge in Madrid sein Werk gewesen seien. Die sieben Terroristen, die sich wenige Tage nach den Attentaten angesichts ihrer drohenden Festnahme selbst in die Luft gesprengt hatten, seien seine „besten Freunde“ gewesen. Bei den Anschlägen am 11. März auf vier Madrider Vorortszüge waren 191 Menschen getötet und über 1500 verletzt worden.

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