Molotow-Cocktails gegen FN
Linksextreme drohen Le Pen mit Anschlägen

In Paris wurde ein Büro von einem Brandsatz getroffen. Im selben Gebäude befindet sich die Wahlkampfzentrale der rechten Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. Ein Linksextremer droht mit weiteren Aktionen.
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Das Gebäude mit der Pariser Wahlkampfzentrale der rechten französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen ist mit einer Benzinbombe angegriffen worden. Der Brandsatz löste nach Angaben der Feuerwehr in der Nacht zum Donnerstag ein kleines Feuer aus, das schnell gelöscht wurde. Getroffen worden sei ein Versicherungsbüro im Erdgeschoss des Gebäudes, in dem sich die Wahlkampfzentrale Le Pens befindet. Es sei niemand verletzt worden.

Die Polizei teilte mit, Wände seien zudem mit Graffiti besprüht worden, die Parolen gegen Le Pens Partei Front National enthielten. Die Ermittlungen liefen.

Le Pen sagte am Donnerstag dem Fernsehsender France-2, sie vermute Linksextremisten hinter dem Angriff. Die Ermittler hätten sie noch nicht kontaktiert. Eine Gruppe, die unter dem Namen „Die Fremdenfeindlichkeit bekämpfen“ auftrat, reklamierte die Tat gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP für sich und gab an, Molotow-Cocktails genutzt zu haben. Ein anonymer Gesprächspartner drohte: „Das wird bis zur Wahl jeden Tag weitergehen.“ Innenminister Matthias Fekl verurteilte im französischen Radiosender RTL „inakzeptable Taten“. „Die demokratische Debatte muss sich durch die Wahlurnen äußern, dort muss jeder seine Entscheidungen treffen.“ Die Regierung sei bereit, falls erforderlich den Schutz der FN zu stärken.

Frankreich wählt seinen neuen Staatschef in zwei Runden am 23. April und am 7. Mai. Marine Le Pen hat laut Umfragen gute Chancen, in die Stichwahl zu kommen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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