Muslimbrüder
17 Tote bei Demonstrationen in Ägypten

Proteste der Anhänger der Muslimbrüder in Ägypten wurden gewaltsam unterdrückt. Dabei wurden 17 Demonstranten getötet. Infolgedessen ist das Verhältnis zwischen Kairo und dem Golfemirat Katar angespannt.
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Kairo/DohaDie blutige Unterdrückung der Proteste von Anhängern der Muslimbrüder in Ägypten hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Kairo und dem Golfemirat Katar geführt. Das Außenministerium in der ägyptischen Hauptstadt bestellte am Samstag den katarischen Botschafter ein, wie ein Sprecher des Ministeriums bestätigte.

Der Schritt erfolgte, nachdem das Außenministerium in Doha die Politik der harten Hand gegen die Islamisten-Proteste in Ägypten scharf kritisiert hatte. Bei den schwersten Unruhen seit zwei Monaten hatten die ägyptischen Sicherheitskräfte am Freitag 17 Demonstranten getötet.

Das katarische Außenministerium beanstandete in einer Stellungnahme auch die vor zehn Tagen erfolgte Einstufung der Muslimbruderschaft als Terrorvereinigung. „Dies hat die friedlichen Proteste nicht nur nicht beendet, sondern war nur das Vorspiel für eine Politik der Ausweitung des Schießbefehls“, hieß es in der Erklärung vom Freitag, die von der staatlichen katarischen Nachrichtenagentur QNA zitiert wurde.

Katar gilt als wichtigster ideeller und finanzieller Unterstützer der Muslimbruderschaft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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