Mutmaßlicher Kolloborateur ermordet
Palästinensische Extremisten begehen Bluttat vor Zuschauern

Anhänger der Al-Aksa-Brigaden haben einen Palästineser ermordet, der mit Israel kooperiert haben soll. Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Bluttat.



HB BERLIN. Unter den Augen zahlreicher Zuschauer haben militante Palästinenser einen jungen Mann ermordet, der mit den israelischen Behörden zusammengearbeitet haben soll. Bewaffnete hätten den 27-Jährigen in Ramallah gefangen genommen und ihn in das nahe gelegene Flüchtlingslager Al Amari verschleppt, berichteten palästinensische Sicherheitskräfte am Samstag. Dort hätten sie ihn vor einer Moschee mit Kugeln regelrecht durchlöchert.



Zu der Bluttat bekannten sich die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, die der Fatah-Bewegung des palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat nahe stehen. Der 27-Jährige habe eingeräumt, dass er israelischen Soldaten bei der Fahndung nach militanten Palästinensern in Ramallah unterstützt habe, sagte ein Al-Aksa-Sprecher.



In den vergangenen Jahren sind Dutzende mutmaßlicher Kollaborateure von militanten Palästinensern getötet worden, einige vor jubelnden Menschenmassen. Nach Angaben der Sicherheitskräfte verfolgten die Zuschauer das Geschehen am Samstag weitgehend regungslos.

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