Nach Absturz in der Ukraine
Neue Sanktionen gegen Russland

Lange mussten die Angehörigen warten, bis die Opfer des Flugzeugabsturzes in der Ostukraine endlich aus den dortigen Rebellengebieten gebracht waren. Unterdessen will die EU neue Sanktionen gegen Russland verhängen.
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CharkowTrotz neuer Kooperationssignale durch Präsident Wladimir Putin drohen die Europäer Russland mit einer Verschärfung ihrer Sanktionen. Die Außenminister der Europäischen Union beauftragten die EU-Kommission, bis Donnerstag Vorschläge für gezielte Maßnahmen vorzulegen, die erstmals direkt die russische und europäische Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen könnten.

Auch die US-Regierung erklärte, zu weitere Strafmaßnahmen gegen Russland bereit zu sein. Experten von Interpol begannen unterdessen mit der Identifizierung der Opfer des über der Ostukraine mutmaßlich abgeschossenen malaysischen Passagierflugzeugs.

Putin sicherten nach massivem Druck westlicher Staaten am Dienstag zu, bei der Untersuchung des Flugzeugabsturzes im von Rebellen kontrollierten Gebiet seinen Einfluss auf die Separatisten geltend zu machen. Es müssten umfassende Ermittlungen ermöglicht werden, sagte er. Zugleich verbat sich Putin nachdrücklich eine Einmischung des Westens in innerrussische Angelegenheiten.

„Wir werden natürlich alles in unserer Macht stehende tun, aber das ist nicht annähernd genug“, sagte Putin in Moskau. Der Westen seinerseits müsse Druck auf die Regierung in Kiew ausüben, damit die Kämpfe in der Ostukraine aufhörten. Die ukrainische Regierung müsse aufgefordert werden, die grundlegenden Normen des Anstands zu respektieren und zumindest für eine kurze Zeit eine Waffenruhe einzuhalten. Trotz Sanktionsdrohungen aus dem Westen werde Russland den Separatisten bei ihrem Volksaufstand in der Ostukraine beistehen, sagte der Präsident.

Die EU-Außenminister warnten, europäische Sanktionen könnten diesmal den russischen Rüstungssektor, Güter zur zivilen wie militärischen Verwendung sowie sensible Technologieprodukte, etwa in der Energietechnologie betreffen. Auch Beschränkungen beim Zugang Russlands zum Kapitalmarkt sind möglich. „Es kann sein, dass erste Maßnahmen schon in dieser Woche beschlossen werden“, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf ein Treffen der EU-Botschafter am Donnerstag. Der Westen und die Regierung in Kiew werfen Russland vor, die separatistischen Kämpfer direkt mit Waffen zu unterstützen.

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Niederlande erwartet die Opfer

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  • Nur zur Erinnerung!
    Am 3. Juli 1988 stürzte Flug 655 der Iran Air bei seinem Flug von Teheran nach Dubai über dem persischen Golf ab. Die Ursache für den Absturz war ein Abschuss mit Boden-Luft Raketen des Typs SM-2MR. Abgefeuert wurden die Raketen vom US-Kriegsschiff USS "Vincennes". Nach Angaben der US-Regierung war das Flugzeug mit einem feindlichen Jäger vom Typ F-14 Tomcat verwechselt worden. Bei diesem Unglück wurden alle 290 Insassen der Iran-Air-Maschine getötet.

  • ...Eine mögliche Brisanz des Vorgangs könnte ebenfalls sein, dass die in der Ukraine agierenden US-Söldner zusammen mit ukrainischen Gefolgsleuten eine Flugabwehrrakete in die Nähe der Stellungen von UKRAINISCHEN Separatisten gebracht haben und dann ein Flugzeug abgeschossen haben, von dem sie sicher wussten, dass es keines der Separatisten war, da die keine Flugzeuge haben.

    Was wäre, wenn das als Ergebnis herauskommen würde? Wer mag sich diese Verwerfungen in der westlichen Politik vorstellen? Also kann nicht sein, was nicht sein darf...

  • Sanktionen hin oder her, aus meiner Sicht der falsche Weg.

    Vielmehr muesste Eurocontrol in die Verantwortung genommen werden.
    Ich halte es fuer unverantwortlich, Flugrouten ueber Kriegsgebiete zu genehmigen, egal in welcher Hoehe zu fliegen ist.

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