Nach Anschlag auf Rock-Konzert
Russland: Sprengstoff-Funde bei Anti-Terror-Razzien

Nach dem tödlichen Bombenattentat auf ein Rockfestival in Moskau hat die russische Polizei große Mengen Sprengstoff zur mutmaßlichen Vorbereitung weiterer Anschläge gefunden. Im Gebiet Twer (nordwestlich von Moskau) sei eine kriminelle Bande festgenommen worden. Bei den Verdächtigen hätte man 31,5 Kilogramm Sprengstoff „zur Durchführung von Terrorakten“ sichergestellt, sagte Innenminister Boris Gryslow am Mittwoch in Moskau.

HB/dpa MOSKAU. Am Samstag hatten sich zwei mutmaßlich tschetschenische Selbstmord-Attentäterinnen am Randes des Konzerts in die Luft gesprengt und dabei 14 Passanten getötet.

Ebenfalls im Gebiet um Moskau entdeckte die Polizei am Dienstag auf der Autobahn in Richtung Riga sechs Kilogramm Sprengstoff im Kofferraum eines Autos, wie die Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“ berichtete. Große Sprengstoff-Funde sind in Russland keine Seltenheit. Zumeist stammen die Handgranaten oder Sprengminen aus geplünderten Armeebeständen.

In Moskauer Krankenhäusern wurden am Mittwoch noch 35 Verletzte der zwei Bombenexplosionen auf dem Rockfestival behandelt. Vier von ihnen schwebten weiter in Lebensgefahr. Zahlreiche Moskauer Bürger brachten auch am vierten Tag nach dem Terroranschlag Blumen zum Tatort am Randes des Flugfeldes Tuschino.

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