Nach Aufdeckung von Mordplänen
Dänische Presse zeigt erneut Mohammed-Karikatur

Die führenden Zeitungen in Dänemark haben erneut eine umstrittene Karikatur des Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban veröffentlicht. Sie reagierten damit auf die Aufdeckung von Mordplänen gegen den Zeichner Kurt Westergaard vom Vortag.

HB KOPENHAGEN. Die Polizei hatte dabei drei Männer mit islamistischem Hintergrund festgenommen. Nach der ersten Veröffentlichung von zwölf Mohammed-Karikaturen in der größten dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ kam es Anfang 2006 zu massiven Protesten in islamischen Ländern, bei denen mehr als 150 Menschen starben. Die Zeichnungen wurden als Verletzung des islamischen Abbildungsverbotes für den Propheten kritisiert.

Die Chefredakteurin der Zeitung „Berlingske Tidende“, Lisbeth Knudsen, erklärte zur erneuten Veröffentlichung, alle Medien müssten nun „gegen Fanatismus und für die Verteidigung der Meinungsfreiheit zusammenstehen.“

Die Karikatur des 73-jährigen Westergaard zeigt den Propheten Mohammed mit einer Bombe im Turban. Viele Muslime betrachten Abbildungen ihres Propheten als Gotteslästerung.

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