Nach dem Erdbeben
China meldet in Bebengebiet 50 radioaktive Quellen

China hat nach dem schweren Erdbeben 50 gefährliche Quellen mit radioaktiver Strahlung ausgemacht. Die Lage sei aber unter Kontrolle, versicherten die Behörden.

HB CHENGDU. 35 Strahlenquellen seien geborgen, die restlichen gefunden, aber noch nicht gesichert worden, sagte der stellvertretende Umweltminister Wu Xiaoqing am Freitag. „Drei sind unter Trümmern begraben, zwölf andere befinden sich in gefährlichen Gebäuden, in die Rettungsmannschaften noch nicht vordringen konnten.“ Radioaktivität sei bisher aber noch nicht ausgetreten.

Im Katastrophengebiet im Südwesten China liegt das größte Forschungszentrum für Atomwaffen in Mianyang. Außerdem beherbergt die Region mehrere geheime Atomanlagen, aber kein Kernkraftwerk.

Neun Tage nach dem Beben der Stärke 7,9 stieg die Zahl der gemeldeten Toten des seit Jahrzehnten schwersten Erdbebens auf über 55 000. Es muss aber mit einem weiteren Anstieg gerechnet werden.

In der Katastrophenregion Sichuan konzentrierte sich die Arbeit der mehr als hunderttausend Soldaten, zivilen Helfer und gewöhnlicher Bürger auf den beginnenden Wiederaufbau.

Der Bau von Wohnungen für die Millionen Obdachlosen wird offiziellen Angaben zufolge drei Jahre dauern. Einige Städte müssten an anderer Stelle wiederaufgebaut werden, da sie auf unsicherem Grund gestanden hätten.

Die in einigen Wochen beginnende Regenzeit treibt die Helfer zusätzlich zur Eile an. Die Hauptsorge der Regierung gilt Nachbeben und schweren Niederschlägen, die Springfluten und Erdrutsche auslösen könnten.

„Der Wiederaufbau stößt auf viele Probleme in der Region, in der das Erdbeben viele Berge brüchig gemacht hat und in der es mehr als 7000 Nachbeben gegeben hat“, sagte Sichuans Vizegouverneur Li Chengyun. Mangelnde Hygiene könnte den Ausbruch von Seuchen begünstigen.

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