Nach dem Hubschrauber-Abschuss
Bush: Wir werden nicht fliehen

Nach dem Abschuss eines US-Transporthubschraubers im Irak hat US-Präsident George W. Bush am Montag die Entschlossenheit der USA bekräftigt, ihren Einsatz in dem arabischen Land fortzusetzen.

HB BIRMINGHAM/WASHINGTON/BAGDAD/MADRID. Die USA würden sich von Anschlägen nicht abschrecken lassen, sagte der Präsident am Montag in einer ersten Reaktion auf den Abschuss, bei dem 16 US-Soldaten starben. „Amerika wird nie davonlaufen.“

„Der Feind im Irak ist überzeugt, dass Amerika fliehen wird. Deswegen sind sie bereit, unschuldige Zivilisten, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Soldaten zu töten“, sagte Bush in einer Rede in Birmingham im US-Bundesstaat Alabama. „Der Einsatz im Irak ist entscheidend“ und die USA würden ihren Krieg gegen den Terror gewinnen. „Wir werden nicht ruhen, wir werden nicht ermüden bis die Gefahr von Amerika und der Zivilisation abgewendet ist“, sagte Bush weiter. Auch sein Amtsvorgänger Bill Clinton sprach sich gegen einen Rückzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak aus. „Mir müssen verhindern, dass der Irak zu einer Zufluchtstätte für Terroristen wird“, sagte Clinton nach spanischen Presseberichten vom Montag in Madrid.

16 der bei dem Hubschrauber-Abschuss verletzten US-Soldaten werden seit Montag im amerikanischen Militärkrankenhaus im rheinland- pfälzischen Landstuhl behandelt. Neun von ihnen liegen laut einem Sprecher auf der Intensivstation. Bei fünf wurde der Zustand als ernst bezeichnet. Einige müssen operiert werden. Ein weiterer verletzter Soldat wurde für Dienstag erwartet.

Angesichts der Angriffe und Explosionen im Irak arbeiten der irakische Regierungsrat und die US-Armee nun mit Hochdruck an Plänen, die den Einsatz von mehr ehemaligen Soldaten im Sicherheitsapparat vorsehen. Die irakische Zeitung „Al-Anbaa“ berichtete am Montag, 1 000 ehemalige Angehörige der Republikanischen Garde, einer unter Saddam Hussein gegründeten Elite-Einheit, sollten demnächst den Polizisten zur Seite stehen. Die „New York Times“ hatte am Sonntag berichtet, das Pentagon erwäge, möglicherweise ganze Einheiten der ehemaligen irakischen Armee in die von den Amerikanern ins Leben gerufene neue Armee zu integrieren. Davon sei die Republikanischen Garde aber ausgenommen.

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