Nach EU-Rettung
Irische Staatsverschuldung sinkt erstmals unter 100 Prozent

Vom Problemstaat zum Musterland: Irlands Regierung bekommt die Verschuldung in den Griff. Erstmals seit der EU-Rettung liegen die Schulden unter der Grenze von 100 Prozent des BIP – auch dank starker Wirtschaftsdaten.

DublinDie unter einem EU-Rettungsschirm eingeleitete Konsolidierung der irischen Staatsfinanzen trägt weitere Früchte: Erstmals seit fünf Jahren unterschreitet die Staatsverschuldung die symbolisch bedeutsame Schwelle von 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie die irische Statistikbehörde am Dienstag mitteilte.

Demnach ging im dritten Quartal 2015 die Staatsverschuldung auf 204,2 Milliarden Euro zurück, was 99,4 Prozent des BIP entspricht. Die schnelle Erholung der Staatsfinanzen wurde einer konsequenten Kontrolle der öffentlichen Ausgaben zugute geschrieben, die Irland zudem das EU-weit größte Wachstum von sieben Prozent gebracht habe.

2013 hatte die irische Staatsverschuldung mit 123,2 Prozent des BIP den höchsten Stand erreicht. Unter dem Rettungsschirm von EU und Internationalem Währungsfonds wurde sie stetig verringert. EU und IWF ermöglichten Dublin die Refinanzierung von Krediten zu günstigeren Bedingungen. Ende 2015 konnte Irland Schutz und Abhängigkeit vom Rettungsschirm verlassen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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