Naher Osten
Sieben Deutsche im Jemen entführt

Im Nordwesten des Jemen sind offenbar sieben Deutsche und zwei weitere Ausländer verschleppt worden.

HB DUBAI. Sicherheitskreisen zufolge ereignete sich die Entführung in der Region um die Stadt Saada. Ein Deutscher habe dort in einem Krankenhaus gearbeitet, wo ihn die Gruppe besucht hätte, hieß es weiter. Bei den anderen beiden Entführten handelt es sich demnach um Personen aus Großbritannien und Südkorea.

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte lediglich, es würden sieben deutsche Staatsangehörige vermisst. Ein Krisenstab sei eingerichtet worden, der sich gemeinsam mit den jemenitischen Behörden um Aufklärung bemühe.

Am Freitag hatten Stammesangehörige in Saada 24 Ärzte und Krankenschwestern laufenlassen, die sie tags zuvor verschleppt hatten. Nach Angaben der Regierung forderten sie von den Behörden die Freilassung von zwei Häftlingen.

Im Jahr 2004 hatten Stammesangehörige im Nordwesten - angeführt von Mitgliedern des Huthi-Clans - einen unregelmäßigen Aufstand gegen die Regierung in Sanaa begonnen. Sie werfen ihr wirtschaftliche und religiöse Diskriminierung vor.

Der Jemen liegt an der Südspitze der Arabischen Halbinsel und zählt zu den ärmsten Ländern im Nahen Osten.

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