Neue Anschlagsdrohungen gegen USA und Verbündete
Neue Drohungen gegen USA und ihre Verbündeten

In zwei vom arabischen Fernsehsender El Dschasira ausgestrahlten Tonbandaufnahmen werden die Iraker zum Widerstand gegen die amerikanischen Truppen aufgerufen und neue Anschläge ankündigt. Angeblich soll die Tonband-Stimme von Osama bin Laden sein, der damit zum „Heiligen Krieg“ aufruft.

HB DUBAI. US-Präsident George W. Bush nahm die Aufnahmen als Bestätigung dafür, dass „der Krieg gegen den Terror weiter geht“. Im Nordirak wurden nahe der Stadt Kirkuk nach Angaben der US-Armee eine Patrouille angegriffen. Zwei Soldaten seien dabei getötet worden.

„So Gott will, werden wir weiter gegen euch kämpfen und Märtyrer-Einsätze innerhalb und außerhalb der USA fortführen, bis ihr eure Unterdrückung und euer törichtes Vorgehen beendet“, heißt es auf einem der Bänder. Ob es sich tatsächlich um Bin Laden handelt, ist noch unklar obwohl die Stimme ihm ähnlich klingt. Die USA erklärten, die Aufnahmen würden noch analysiert.

Bin Ladens Aufenthaltsort ist seit dem Afghanistankrieg unbekannt. Die Bänder müssen jüngeren Datums sein, da auf ihnen der im vergangenen Monat zurückgetretene palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas als US-Agent bezeichnet wird.

Bush erklärte in Bangkok, wo er am Gipfeltreffen des Asiatisch-pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) teilnimmt: „Dies ist noch immer eine gefährliche Welt. Ich glaube, das Bin-Laden-Band sollte jedem deutlich machen, dass der Krieg gegen den Terror weiter geht und dass weiterhin eine Gefahr für die freien Nationen besteht“.

Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums sind die Behörden in dem Land bereits am 10. Oktober informiert worden, dass „zahlreiche Berichte in jüngster Zeit signalisieren, dass Terroristen möglicherweise gleichzeitige Anschläge gegen US-Einrichtungen im Ausland und vielleicht in den USA selbst vorbereiten“.

Im Irak sind die US-Truppen fast täglich Angriffen ausgesetzt. Die Patrouille bei Kirkuk wurde nach offiziellen Angaben mit leichten Waffen und Granatwerfern beschossen. Die Angreifer seien entkommen. Auch in Falludscha, rund 60 Kilometer westlich von Bagdad, wurde am Sonntag ein US-Militärkonvoi beschossen. Ein Reuters-Fotograf berichtete, offenbar habe eine Rakete einen Lastwagen getroffen, der Munition transportierte. Der Lkw sei explodiert. Seit US-Präsident Bush am 1. Mai die Hauptkampfhandlungen im Irak für beendet erklärte, sind 103 US-Soldaten im Irak getötet worden.

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