"Nicht fürchten, sondern kooperieren"
Bush fordert Putin zur Zusammenarbeit bei Raketenschild auf

US-Präsident George W. Bush hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut aufgefordert, sich an der geplanten US-Raketenabwehr in Polen und Tschechien zu beteiligen. Russland solle seine Generäle und Wissenschaftler schicken, damit sie mit den Amerikanern bei dem Raketenabwehrsystem zusammenarbeiten, sagte Bush am Dienstag in Prag.

HB PRAG. US-Präsident George W. Bush hat den russischen Staatschef Wladimir Putin zur Zusammenarbeit bei der geplanten US-Raketenabwehr in Osteuropa eingeladen. „Meine Botschaft ist: Sie sollten das Raketenabwehrsystem nicht fürchten, sondern damit kooperieren“, sagte Bush am Dienstag in Prag. In Tschechien soll für das geplante System eine Radaranlage gebaut werden. Der Raketenschild sei eine „rein defensive Maßnahme“ und ziele nicht gegen Russland, bekräftigte Bush. Die USA seien bereit, ihre Pläne vor russischen Generälen und Wissenschaftlern offen zu legen.

Putin hat bislang alle US-Angebote zur Kooperation zurückgewiesen. Er hat die Regierung in Washington im Verdacht, mit dem Schild die militärische Stärke Russlands schwächen und die nationale Sicherheit bedrohen zu wollen. Zuletzt warnte er vor einem neuen Wettrüsten. Der Konflikt überlagert auch das Gipfeltreffen der sieben führenden Industriestaaten und Russlands (G-8), das am Mittwoch in Heiligendamm beginnt.

Tschechien war die erste Station auf Bushs einwöchiger Europa-Reise. Nach dem Gipfeltreffen an der Ostsee plant er Reisen nach Polen, das ebenfalls an dem Schild beteiligt sein soll, sowie Italien, Bulgarien und Albanien.

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