Nordkoreas Raketentest
„Taepodong 2“ sollte wohl Gewässer bei Hawaii erreichen

Die von Nordkorea getestete Langstreckenrakete war Informationen japanischer Medien vermutlich auf hawaiianische Gewässer gerichtet. Nordkorea protestierte unterdessen heftig gegen die von Japan nach dem Raketentest verhängten Sanktionen und drohte Gegenmaßnahmen an.

HB TOKIO/PYONGYANG. Die japanische Zeitung „Sankei“ schrieb am Freitag, das japanische Verteidigungsministerium und die US-Streitkräfte seien nach einer Analyse der von der Rakete tatsächlich zurückgelegten Strecke zu dem Schluss gekommen, dass das Projektil eigentlich in der Nähe des US-Staats Hawaii im Pazifik hätte landen sollen. Die Rakete vom Typ „Taepodong 2“ war am Mittwoch schon kurz nach dem Start ins Japanische Meer gestürzt.

Das japanische Verteidigungsministerium lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Mitarbeiter des Pentagons in Washington erklärten allerdings, die Rakete sei so schnell abgestürzt, dass eine Ermittlung ihres eigentlichen Ziels sehr schwierig sei.

Die Regierung in Tokio hat nach der Landung von sieben Testraketen im Japanischen Meer unter anderem einer nordkoreanischen Fähre den Zugang zu japanischen Häfen verwehrt. „Dies könnte uns dazu zwingen, zu stärkeren physischen Aktionen zu greifen“, drohte der nordkoreanische Gesandte für die Wiederherstellung der Beziehungen zu Japan, Song Il Ho.

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