Österreichs Ex-Minister
Strasser wegen Bestechlichkeit angeklagt

Der frühere Innenminister Österreichs wird wegen Bestechlichkeit angeklagt. Im Jahr 2010 soll er vermeintlichen Lobbyisten angeboten haben, gegen Bezahlung Einfluss auf die EU-Gesetzgebung zu nehmen.
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WienDer ehemalige österreichische Innenminister und konservative EU-Abgeordnete Ernst Strasser wird wegen Bestechlichkeit angeklagt. Das teilte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Donnerstag mit. Strasser (56) war 2010 als Europa-Parlamentarier britischen Enthüllungsjournalisten auf den Leim gegangen, die sich als Lobbyisten ausgaben: Strasser bot ihnen an, für ein jährliches Beraterhonorar von 100.000 Euro die EU-Gesetzgebung zu beeinflussen.

Als Videos von den Gesprächen öffentlich wurden, trat Strasser - Mitglied der konservativen ÖVP - 2011 zurück. Er beteuert aber bis heute seine Unschuld und gibt an, es sei ihm um die Aufdeckung der Hintermänner der angeblichen Lobbyisten gegangen, wie die Nachrichtenagentur APA berichtete.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Dieser Mann ist keine Ausnahme sondern innerhalb des Berufsstandes die Regel.

    Das politische System bedarf dringend einer Totalüberholung:

    Harald Schumann - Wirtschaftliche Macht und Demokratie:

    http://www.youtube.com/watch?v=oJHX-YAKp30

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