Opposition erhöht Druck auf Akajew
Lage in Kirgisien wird kritischer

In der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kirgisien hat die Opposition den Druck auf Präsident Askar Akajew weiter erhöht.

HB MOSKAU. „Unser nächstes Ziel ist natürlich die Hauptstadt Bischkek, das Präsidentenamt“, sagte die Oppositionspolitikerin und frühere Außenministerin Rosa Otunbajewa der Moskauer Zeitung „Iswestija“ vom Dienstag. Die Regierungsgegner hätten den Süden des Gebirgslandes fast vollständig unter Kontrolle.

In den beiden wichtigsten Städten des Südens, Osch und Dschalal- abad, kontrollierte die Opposition alle Verwaltungsgebäude und die Flughäfen. Die Sicherheitskräfte seien übergelaufen, sagte Otunbajewa. Die Landebahnen der Flughäfen wurden unbrauchbar gemacht, um eine Truppenverlegung dorthin zu verhindern. Als erstes Zeichen des Einlenkens ordnete Akajew am Montagabend an, die Ergebnisse der umstrittenen Parlamentswahl vom 27. Februar und 13. März teilweise zu überprüfen.

„Akajew sollte zurücktreten“, forderte der Oppositionspolitiker Kurbanytschbek Apas in der „Iswestija“. „Er und sein korrupter Familienclan sind der Hauptgrund für den Zorn des Volkes“. UN-Generalsekretär Kofi Annan zeigte sich nach Angaben eines Sprechers sehr besorgt über die Lage in der zentralasiatischen Republik. Die USA riefen Akajew auf, die Krise friedlich zu lösen. Russland forderte alle Seiten auf, sich an die geltenden Gesetze zu halten.

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