Oxfam-Studie
Klimawandel bedroht 375 Millionen Menschen

Die britische Hilfsorganisation Oxfam sagt einen dramatischen Anstieg der Opferzahlen durch Naturkatastrophen voraus. Die Organisation schätzt, dass die Zahl der Betroffenen von heute rund 133 Mio. Menschen pro Jahr auf etwa 375 Mio. im Jahr 2015 steigen wird.

HB BANGKOK/BERLIN. Der Klimawandel wird nach Befürchtung der Hilfsorganisation Oxfam bis 2015 die Existenz von rund 375 Mio. Menschen bedrohen. Fast doppelt so viele Menschen wie heute würden dann unter den Folgen extremer Trockenheiten, Unwettern oder Überschwemmungen leiden, heißt es im Bericht „The Right to Survive“ (Recht auf Überleben), den Oxfam im Vorfeld des Umweltministertreffens der G8-Staaten im italienischen Syrakus vorlegte.

„In Asien wird es längere Trockenperioden und kürzere stärkere Regenfälle geben, was zu Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfällen führen wird“, sagte Oxfam-Experte Bert Maerten. „Wir müssen uns darauf vorbereiten.“ Die Hilfsorganisationen würden in ihrer heutigen Ausstattung mit der Zahl der Opfer nicht fertig.

Oxfam rief die betroffenen Länder auf, ihre Einwohner besser vorzubereiten. Die reicheren Länder müssten 42 Mrd. Dollar für Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel spenden.

Die Verantwortung für den Klimawandel liege hauptsächlich bei den reichen Ländern, sagte Jan Kowalzig, Klimaexperte bei Oxfam Deutschland. Die Klimaschutzziele der G8-Staaten seien jedoch völlig unzureichend. Die Not- und Katastrophenhilfe muss nach Rechnung von Oxfam von jährlich 14,2 Mrd. $ im Jahr 2006 auf mindestens 41 Mrd. $ (31 Mrd. Euro) im Jahr 2015 ansteigen, um Wirkung zu zeigen.

Außer den Geberländern trügen aber auch die Regierungen von Entwicklungsländern Verantwortung, betonte Oxfam. Der Bericht nennt als positive Beispiele Kuba und Bangladesch, die trotz Armut massiv in die Katastrophenvorsorge investierten. (Internet: www.oxfam.

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