Pakistan
Geistliche wollen Erstürmung der Roten Moschee abwenden

In Pakistan wollen muslimische Geistliche einen letzten Versuch unternehmen, eine Erstürmung der belagerten Islamisten-Moschee zu verhindern. Die Regierung hatte den in dem Gebetshaus verschanzten radikalen Muslimen am Sonntagabend eine „letzte Warnung“ gegeben.

HB ISLAMABAD. „Wir tun unser Bestes, um Blutvergießen zu vermeiden“, sagte am frühen Montagmorgen ein hochrangiger Funktionär des wichtigsten Religionsschulverbandes, Qari Hanif Jallundri. Er wolle gemeinsam mit anderen Geistlichen im Laufe des Tages Ministerpräsident Shaukat Aziz treffen. „Wir wollen, dass beide Seiten Flexibilität zeigen.“

Über Lautsprecher hatte das Militär am Sonntag die bewaffneten Islamisten in der Moschee gewarnt: „Dies ist die letzte Aufforderung, sich zu ergeben.“ Obwohl keine konkrete Frist gesetzt wurde, hatte sich die Befürchtung breitgemacht, dass der Gebäudekomplex, in dem auch viele Frauen und Kinder festgehalten werden sollen, gestürmt werden könnte.

Allerdings berichtete der einheimische Fernsehsender Geo TV in der Nacht zum Montag, die Sicherheitskräfte hätten eine Erstürmung verschoben. Zunächst sollten nächtliche Luftaufnahmen des Geländes mit Infrarotkameras einer unbemannten Drohne ausgewertet werden.

In der Roten Moschee halten sich seit Tagen bewaffnete Islamisten mit mehreren hundert Frauen und Kindern auf. Die Extremisten haben es abgelehnt, sich zu ergeben, und haben zu einer islamischen Revolution aufgerufen. Bei den Kämpfen sind bisher mindestens 21 Menschen getötet worden.

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