Pakistan
Zehn Tote bei mutmaßlichen US-Angriff

Bei einem mutmaßlichen US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind nach Geheimdienstangaben mindestens zehn Extremisten getötet worden. Das Ziel des Angriffs war offenbar ein Trainingsgebäude für Extremisten in Süd-Waziristan. Die Gegend ist das Kernland des totgeglaubten Taliban-Chefs Baitullah Mehsud.

HB PESCHAWAR. Bei einem mutmaßlichen US-Drohnenangriff im Nordwesten Pakistans sind nach Geheimdienstangaben mindestens zehn Extremisten getötet worden. Bei dem Angriff sei ein Trainingsgebäude für Extremisten in der Nähe des Dorfes Ladda in Süd-Waziristan im Grenzgebiet zu Afghanistan ins Visier genommen worden, hieß es am Dienstag weiter. Ein Einwohner sagte der Nachrichtenagentur Reuters, in dem Haus seien drei Raketen eingeschlagen. "Bislang wurden acht Leichen aus den Trümmern geborgen." Fünf Menschen seien verletzt worden, berichtete der Augenzeuge weiter. Weder die USA noch Pakistan äußern sich zu Angriffen mit unbemannten Flugzeugen.

Die Ortschaft Ladda liegt im Kernland des pakistanischen Taliban-Anführers Baitullah Mehsud. Nach Einschätzung der Regierung in Islamabad fiel dieser in der vergangenen Woche einem ähnlichen US-Angriff in der Region zum Opfer. Taliban-Kommandeure haben dies zurückgewiesen. Analysten zufolge dürfte es sehr schwierig werden, Klarheit über Mehsuds Schicksal zu bekommen. Die Stammesgebiete in der Grenzregion zu Afghanistan liegen abgeschieden und werden von den Taliban kontrolliert. Angesichts Tausender Kämpfer in der Region sei die Idee abwegig, jemanden dorthin zu schicken, der die Gräber öffnet und den Opfern des Angriffs vom vergangenen Mittwoch DNA-Proben entnimmt, sagten Experten.

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