Papstwahl
Ein Kraftakt für die Sicherheit Roms

Die Papstwahl hat begonnen. Das Ereignis bereitet den Behörden Kopfzerbrechen, denn die bevorstehende Inthronisierung birgt in Sachen Sicherheit viele Unbekannte. Rom macht sich bereit - für hunderttausende Pilger.
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RomStellen Sie sich vor, Sie erwarten Hunderttausende Gäste. Sie wissen nicht, woher Ihre Gäste kommen oder wann sie eintreffen. Sie wissen noch nicht einmal genau, wann die Feier stattfindet und wer überhaupt gefeiert wird. Und trotzdem müssen sie sich vorbereiten. Mit dieser Situation sehen sich derzeit die Behörden in Rom und im Vatikan vor der Wahl des neuen Papstes konfrontiert.

Jetzt jedenfalls ist es soweit. Mit der Messe im Petersdom ist am Dienstagvormittag im Vatikan die Papstwahl eingeläutet worden. Kardinäle, Kirchenvertreter und einfache Gläubige fanden sich zum Gottesdienst "Pro eligendo Pontifice" ("Zur Wahl des Pontifex") ein, der mit Kirchengesängen zur Prozession des Kardinalskollegiums begann. Als Kardinaldekan Angelo Sodano den scheidenden Papst Benedikt XVI. würdigte, brandete tosender Applaus auf.

Wenn der weiße Rauch aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, werden die Römer alles stehen und liegen lassen. Sie werden zum Petersplatz eilen, um den neuen Papst zu bejubeln, wenn er auf den Balkon des Petersdoms tritt. Wenn der nächste Papst aus Italien stammt, werden Tausende mit dem Zug aus dem ganzen Land in die Hauptstadt reisen.

Hinzu kommen die ausländischen Touristen, die für diesen historischen Moment nach Rom reisen werden. Sollte der Papst etwa zum ersten Mal in der Geschichte aus Lateinamerika kommen, wo 40 Prozent aller Katholiken leben, ist mit einer riesigen Reisewelle aus Übersee zu rechnen.

Ein Feldlazarett auf einem Platz in der Nähe des Vatikans steht mit Beginn des Konklaves bereit für den Fall, dass Pilger im Gedränge kollabieren oder verletzt werden. Sonst gibt es keine Pläne für die Zeit des Konklaves - wohl aber für die Einsetzung des neuen Kirchenoberhauptes wenige Tage nach der Wahl.

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