Pariser Terroranschläge
Marokko nimmt verdächtigen Belgier fest

Nach den Pariser Terroranschlägen führten viele Spuren ins Nachbarland Belgien. Ein jetzt in Marokko festgenommener Belgier soll in Syrien gekämpft und eine direkte Verbindung zu den Attentätern gehabt haben.

RabatMarokkanische Sicherheitskräfte haben einen Belgier festgenommen, der eine direkte Verbindung zu den Attentätern der Pariser Terroranschläge gehabt haben soll. Der Mann habe marokkanische Wurzeln, erklärte das Innenministerium in Rabat am Montag. Bei den Anschlägen Mitte November hatten Terrorkommandos 130 Menschen getötet.

Dem marokkanischen Innenministerium zufolge wurde der Verdächtige in der Stadt Mohammedia nahe Casablanca festgenommen. Demnach kämpfte er früher in den Reihen der Nusra-Front, des syrischen Ablegers des Terrornetzwerks Al-Kaida. Später sei er zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewechselt, hieß es weiter. Diese hatte sich zu den Pariser Anschlägen bekannt.

Über die Türkei, Deutschland, Belgien und die Niederlande sei der Mann nach Marokko gekommen, erklärte das Innenministerium. Details zu den Anschuldigungen und seiner Identität nannte es nicht. Es erwähnte lediglich die Anfangsbuchstaben seines Namens.

Belgische Polizisten hatten im Dezember mehrere Verstecke der Attentäter entdeckt. Nach Medienberichten sollen - bisher nicht klar identifizierte - Hintermänner aus Belgien die Pariser Angriffe gesteuert haben. Die belgische Justiz nahm nach den Anschlägen zehn Personen vorläufig in Haft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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